Die Entstehung des Lichts
Interessanterweise ist die Frage damit noch nicht vollständig beantwortet, denn der Nachthimmel würde uns tatsächlich hell erscheinen, wenn wir Radiowellen sehen könnten. Diese viel langwelligere Form von Licht dringt nämlich als Hintergrundstrahlung gleichmäßig aus jeder Himmelsrichtung zu uns. Diese Strahlung ist ein Relikt des Urknalls, in dessen Folge nach etwa 400 000 Jahren der „Plasmaball“ des Urknalls so weit abgekühlt war, dass sich zum ersten Mal Atome bilden konnten, im dem sich Protonen und Elektronen zu Wasserstoffatomen verbanden. Durch diesen Prozess konnten sich plötzlich alle Lichtquanten frei im Raum bewegen. Die Strahlung war fast so intensiv wie die leuchtende Sonnenoberfläche, und wir hätten sie sehen können, wenn es damals Menschen schon gegeben hätte. Im Laufe der Zeit hat sich das Weltall aber extrem ausgedehnt und die Lichtquanten wurden im langwelliger, das heißt, immer weiter in das rote, infrarote Lichtspektrum und schließlich in den Radiobereich verschoben.