Stepfershausen Zwitscherkasten & Co: Rhöner Natur in Szene setzen

Freien Blick in die Natur und Wissen über die Region und ihre Natur, besonders die Vögel – beides soll ein Aussichtspunkt wie dieser bieten. Das zeigen die Ideengeber in der Projektskizze. Foto:  

Auch Stepfershausen hat sich für Geld aus dem Regionalbudget für die Thüringer Rhön mit einer Projektidee beworben.

Stepfershausen - Im Regionalbudget, das es erstmals für die Thüringer Rhön gibt, warten 525 000 Euro auf Ideen aus der Region, die damit umgesetzt werden könnten. Projektskizzen konnten bis kürzlich bei der Thüringer Verwaltung des Unesco-Biosphärenreservates Rhön in Zella eingereicht werden (wir berichteten). Die Hoffnung, dass auch ein von der Stadtverwaltung Meiningen eingereichtes Projekt für den Ortsteil die Chance auf die nächste Votierungsrunde am 18. März bekommt, haben Stepfershausens Ortsteilbürgermeister Jens Töpfer und seine Mitstreiter vom Ortsteilrat sowie die Stadt Meiningen. Stepfershausen würde gern am Geba-Wanderweg in der Flur Stepfershausen den Besuchern ein besonderes Erlebnisangebot machen. Bei geschätzten Gesamtkosten von 100 000 Euro rechnet man mit einem beantragten Förderbetrag von 90 000 Euro.

Ein Aussichtspunkt mit Unterstand, welcher sich als Landmarke trotzdem in die Landschaft einfügt, sollte dafür gebaut werden, so die Idee. Regionale Landschaft und Natur würden so „in Szene gesetzt“. Informiert werden soll hier über das Biosphärenreservat Rhön, dessen Wichtigkeit sowie die vorhandenen Biotope, die Bedeutung des Landschaftsbildes als regionales Kulturgut sowie insbesondere über das Vogelschutzgebiet Thüringische Rhön.

Besonders an die kleinsten Besucher wird dabei gedacht : Ihr Interesse soll über spielerische Angebote, etwa einen Spielewürfel, geweckt werden. Auch eine Art     Labyrinth-objekt sowie anschauliche Präsentationen von Vogelnistmöglichkeiten gehören zu den Ideen. Ein „Zwitscherkasten“ und Fernrohre sollen zu weiteren Erkenntnissen über die heimische Vogelwelt hinleiten. Aber auch eine Klettertreppe und ein Hüpf- und Kletterweg sind in den Planungen dabei – denn man weiß, dass Kinder Bewegung brauchen.

Bis ins Letzte ausgereift sind die Ideen noch nicht, heißt es in der Projektbeschreibung, doch für deren Weiterentwicklung will man Partner wie den Landschaftspflegeverband oder die Untere Naturschutzbehörde gern an seine Seite holen. Alle angefragten Partner jedenfalls hätten der Idee schon ein positives Feedback gegeben, heißt es.

Gebaut werden sollte der Unterstand in der Umgebung von Stepfershausen am Hang der Geba, auf einer vorgelagerten Freifläche am Gebaweg. Er soll etwa 25 bis 30 Quadratmeter Fläche bieten und vorwiegend aus einheimischem Holz hergestellt werden – augenfällig durch seine besondere Form und sich dennoch in das Gelände einpassend. Eine große Fensterfront soll den Blick auf die Landschaft auch aus einem geschützten Raum ermöglichen – und bei schönem Wetter wäre eine Aussichtsplattform mit zwei Fernrohren die Möglichkeit der Wahl. Auch an einem behindertengerechten Zugang oder den Zugang für Familien mit Kinderwagen hat man gedacht.

Der Fachbereich Stadtentwicklung hat die Ideen für diese Art von Naturerlebnis und Bildung entwickelt – ein touristischer Baustein, den Stepfershausen sehr begrüßen würde.

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