Wenn der Minutenzeiger gegen 40 rückt, rechnet Fahrdienstleiter Michael Müller mit Anrufen. Seine Kollegen aus den umliegenden Stellwerken kündigen Züge an. Je einen aus Eisenach, Meiningen und Schmalkalden. Drei Züge, drei Anrufe. Der Fahrdienstleiter „nimmt an“, wie es in der Fachsprache heißt, und macht sich bereit. Demnächst wird er dafür sorgen, dass ein ausgeklügeltes System aus Hebeln, Umlenkrollen, Flaschenzügen und Stahlseilen Weichen und Signale stellt. Da ist, zumindest ein stückweit, körperlicher Einsatz gefragt.