„Es sind wieder vier Personen mehr geworden als letztes Jahr“, verkündete Diplom-Ingenieur Walter Vielmuth stolz, als er sich Ende April mit einer ganzen Truppe Junggebliebener in den Gasthof „Thomas Müntzer“ im Neumannsgrund eingemietet hatte. Jedes Jahr trifft er sich hier mit ehemaligen Kollegen und neu hinzugewonnen Freunden – Gleichgesinnte, die sich ebenfalls für die bis zu fünfhundert Jahre alten Stollensysteme auf der „Steynernen Heyde“ interessieren. Steinheid war bereits seit seiner Entstehung im Mittelalter als Goldgräbersiedlung bekannt und etliche Mundlöcher stammen noch aus dieser Zeit, als im 16. Jahrhundert der Goldbergbau im großen Stil betrieben worden ist.