Steinbach-Hallenberg - "Den Kopf im Himmel - die Füße auf der Erde. Christen zwischen Bergpredigt und Grundgesetz": Unter dieses hoch aktuelle und spannende Thema hatte die Landeskirchliche Gemeinschaft (LKG) Floh-Seligenthal ihren Gottesdienst in der Stadtkirche gestellt. Für die Predigt konnte Uwe Heimowski, Vertreter der Deutschen evangelischen Allianz in Berlin als Beauftragter beim Deutschen Bundestag und der Bundesregierung, gewonnen werden. Ein Mann, Jahrgang 1964, der hautnah am Puls der Politik ist, der zwischen Christen und Politiker Verständnis schaffen möchte, sich eine Kultur der Wertschätzung und Unterstützung wünscht. Christen, die Gesellschaft gestalten und mitgestalten wollen, auffordert, das zu tun - auch in der Politik. Dazu gehört für den fünffachen Familienvater vor allem, für die Politiker zu beten. Beten, sagte der Autor mehrerer Bücher einmal in einem Interview, bewege Gottes Arm und es "verändert unsere Gesinnung". Auf diese Aspekte ging der gelernte staatlich anerkannte Erzieher und Theologe unter anderem auch in seiner Predigt über Johannes 33, 16 ein: "In der Welt habt ihr Angst: Aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden." Diesen Satz sprach Jesus zu seinen Jüngerinnen und Jüngern, bevor er verhaftet wurde. Damit wollte er deutlich machen, dass alle, die ihm weiterhin folgen, auch wenn er nicht mehr leibhaftig unter ihnen weilt, einen direkten Kontakt zu Gott haben werden. Also den Kopf im Himmel haben. Diesen Satz aus den Abschiedsreden des Johannes-Evangeliums zugrunde legend, sprach Heimowski der Gemeinde in der gut gefüllten Stadtkirche Mut zu, Verantwortung zu übernehmen, aktiv zu sein, für ihren Glauben zu streiten und mitzugestalten, statt auf andere mit dem Finger zu zeigen. "Gott möchte, dass wir in dieser Welt sein Reich ausbreiten." Die Füße auf der Erde haben. Freilich hätten viele Angst in dieser verrückten Welt, sagte der Pastor. Auch Jesus habe damals Angst gehabt, wie seine Jünger, wie die Menschen vor 2000 Jahren. Aber "wir können getrost sein".