Steinbach-Hallenberg Brandschutzschule ist die beste Werbung

Anfang Juli waren wieder über 230 Grundschüler aus dem Haseltal zu Besuch in der Steinbach-Hallenberger Feuerwehr – neben der Brandschutzerziehung eine wichtige Eigenwerbung für die Wehr.

Vergangenes Jahr war die Wehr-Abordnung noch auf dem Schulhof zu Gast. Nach der Lockerung des Infektionsschutzes konnten die Schüler nun wieder ins Gerätehaus. Die großen Fahrzeuge und die viele moderne Technik hinterlassen Eindruck bei den Kindern, sagt Ricardo Hilpert. Er kümmert sich seit Jahren um die Brandschutzerziehung und aus Erfahrung weiß er: „80 bis 90 Prozent unseres Nachwuchses gewinnen wir während der Brandschutzerziehung“. Bestrebungen im Landkreis, die Nachwuchsarbeit zu zentralisieren und einen hauptamtlichen Feuerwehrmann dafür einzustellen, sehe er deswegen skeptisch. Eine bessere Eigenwerbung, wie die jährliche Aktion mit all den Kindern im eigenen Haus, gebe es nicht.

Um der neuen Situation der Großgemeinde im Haseltal besser gerecht zu werden, hat die Wehr eine Arbeitsgruppe gegründet. Die derzeit 14 Mitglieder rekrutieren sich auch aus den Ortsteilwehren, die auf diese Weise nicht aus dem Fokus verloren werden sollen. Diesmal mit dabei waren unter anderem Anke Krieger-Hilpert, Björn Mittmann, Saskia Hofmann, Tim Schlegelmilch, der selbst noch Schüler ist, sowie Kerstin Jäger und Steffen Büttner, die dafür von ihren Arbeitgebern, der SWM Werkzeugfabrik und der Bad Neustädter Jopp-Holding, freigestellt wurden. In vier Unterrichtsstunden arbeiten sie dabei die drei Themenkomplexe, Absetzen eines Notrufes, Erste Hilfe sowie Werbung und Öffentlichkeitsarbeit ab. Dabei kommen moderne Unterrichtsmaterialien zum Einsatz, wie das Modellhaus, mit dem unter anderem die Rauchentwicklung in Häusern nachgebildet werden kann. Innerhalb der Arbeitsgemeinschaft werde die Kurse vorbereitet, denn der Unterricht erfordere – je nach Jahrgang der Kinder und Jugendlichen – eine andere Herangehensweise.

Bei den Kleinen sei die Aufmerksamkeitsspanne viel geringer und die Methoden eher spielerischer, erklärt Hilpert. Er und Feuerwehrfrau, Irina Kuchar, aus Unterschönau, koordinieren das. Als kleinen Anreiz für die Jugendlichen gab es zum Abschluss wieder die begehrten Stempel in die Brandschutzerziehungspässe, die die Kinder zu Hause nur allzu gerne stolz präsentieren.

Nach vier der jährlichen Kursen ist der Pass voll und ein Abzeichen prangt am Revers – und die Steinbach-Hallenberger Jugendwehr hat wieder ein paar neue Mitglieder. So auch diesmal: „Die ersten Anmeldungen habe ich schon“, freut sich Hilpert.

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