Steinbach-Hallenberg Berufsorientierung auf Augenhöhe

Die Projektbeteiligten trafen sich Mitte Mai in der Regelschule. Foto: privat

2022 eröffnete in der Regelschule Steinbach-Hallenberg die „Talent Company“ zur Berufsorientierung. Kürzlich trafen sich die Beteiligten zu einer ersten Bestandsaufnahme.

 
Schließen

Diesen Artikel teilen

Nach der Eröffnung eines eigenen Fachraums zur Berufsorientierung, der „Talent Company“, hat die Regelschule Steinbach-Hallenberg ein eigenes Modell entwickelt, wie sie Jugendliche ab der 9. Klassenstufe nach deren eigenen Interessen und Fähigkeiten mit den passenden Ausbildungsbetrieben zusammenbringt. Finanziert wurde das Projekt von den Unternehmen und der Strahlemann-Stiftung. Wie ein Stiftungssprecher mitteilt, trafen sich die Beteiligten Mitte Mai zu einer Bestandsaufnahme und zum Austausch. Bevor die Ergebnissen des schuleigenen Modells zur Nachwuchsgewinnung von Fachkräften diskutiert wurden, präsentierten Schüler die Erfahrungen aus den Begegnungen mit Ausbildungsbetrieben in der Schule. Einmal im Monat finde für alle Schüler der 9. Klassenstufe eine Doppelstunde zur Berufsorientierung statt. Es bestehe dabei die freie Wahl für die Jugendlichen, mit welchen der fünf Unternehmen, die die Schule an diesem Tag besuchen, sie in Kontakt treten. Diese Doppelstunde teilt sich in zwei einzelne Veranstaltungen auf. Jeder Schüler kann somit zwei Unternehmen in jeweils 45 Minuten kennen lernen. Im Gegenzug dazu bestehe für die Unternehmen die Möglichkeit, gleich mehrere potenzielle Auszubildende kennenzulernen.

Erfolgsfaktoren des Modells lägen unter anderem darin, dass einige Unternehmen bei den Begegnungen auf die eigenen Auszubildenden setzen. Viele Schüler berichten von Begegnungen auf Augenhöhe, denn oft saßen die Auszubildenden vor wenigen Monaten noch selbst in den Klassenzimmern.

Laut dem Stiftungssprecher unterstütze die Strahlemann-Stiftung die Schule bei der Entwicklung von Aktivitäten zur Berufsorientierung. 2022 wurde der multimedial eingerichtete Raum übergeben. Seit der Eröffnung stehe Alexander Hübner, Projektmanager der Stiftung, der Schule beim Entwickeln der Aktivitäten in der Berufsorientierung zur Seite. „Trotz der großen Herausforderungen des Lehralltags hat die Schule Großes geleistet. Es ist ein Modell entstanden das den Schüler dabei hilft, erfolgreich in die passende berufliche Zukunft zu starten“, sagt Hübner. Auch der stellvertretende Schulleiter Jens Meißner zeige sich stolz auf die Aktivitäten an seiner Schule. „Im Vergleich zu den letzten Schuljahren konnten wir durch die Kooperation mit regionalen Ausbildungsbetrieben, einer größeren Zahl von Schülern auf dem Weg in ihre berufliche Zukunft helfen.“

Die Firmen

Die Schule wird von folgenden regionalen Unternehmen unterstützt:
Arnold AG, Evangelische Altenhilfe Gesundbrunnen, Gebrüder Recknagel Präzisionsstahl, Hehnke, Hematec, HLSK Gerlach, Kaestner-Tools, Kreiswerke Schmalkalden Meiningen, Megaplast, Paatz Viernau, Pflegedienst Heyer, Rennsteig Werkzeuge, Sparkasse Röhn-Rennsteig, SWM Werkzeugfabrik und Tillmann Verpackungen.

Autor

Bilder