Steinbach-Hallenberg Auf den Spuren eines Mord-Romans

Tanja König

Die erste Steinbacher Buchmesse war ein Erfolg. Sie wird deshalb bis Ende der Woche verlängert, kündigt Tanja König an.

Am vergangenen Montag, 24. April, eröffnete die Leiterin des Metallhandwerksmuseums, Tanja König, die erste Steinbacher Buchmesse mit dem Titel „Das Haseltal liest“. Die Messe traf auf rege Resonanz. Insgesamt werden 95 Bücher empfohlen, die den Genren Belletristik, Krimi, Sachbuch, Humor, Kinder- und Jugendbuch, Biografie und Reiseberichte zugeordnet werden konnten.

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Daraus erwuchs in Zusammenarbeit mit der örtlichen Buchhandlung Petra Zschieschang und der Stadtbibliothek Steinbach-Hallenberg eine kleine, aber feine Buchmesse in Anlehnung an die Leipziger Buchmesse, die fast zeitgleich stattfand. „Ich hoffe auf viele Besucherinnen und Besucher, die durch die Buchmesse angeregt werden, mehr zu Lesen und sich Inspirationen holen“, so die Museumsleiterin zum Start. Das (Vor-)Lesen solle mehr in den Fokus rücken und nicht durch die medialen Einflüsse in Vergessenheit geraten, meint sie.

In ihrer Ausstellung würdigte Dr. Tanja König auch zwei Autoren mit Wurzeln in Steinbach-Hallenberg. Zum einen die satirische Schriftstellerin und spätere freiberufliche Mitarbeiterin des „Eulenspiegels“, Renate Holland-Moritz, und zum anderen den Literaturwissenschaftler Rolf Recknagel, der 1970 mit dem Heinrich-Heine-Preis des Ministeriums für Kultur der DDR ausgezeichnet wurde. Die Ausstellungstafeln im Museum umreißen die einzelnen Literaturepochen und skizzieren anhand einiger Beispiele, welche Autoren zu welcher Zeit gelesen wurden – angefangen von der Weimarer Republik, über die Exilliteratur bis hin zur Gegenwart.

Im Rahmen der Buchmesse fand am Eröffnungstag der Lesewettbewerb der 6. Klasse der Regelschule Steinbach-Hallenberg statt, den Jasmin Diesel aus der 6a für sich entschied (wir berichteten). Für Kinder las Bianca Strickmann am Donnerstag Geschichten der Mücke Pieks und der Kleinen Hexe und stieß dabei auf aufmerksame Ohren zahlreicher Kinder.

Zur Literaturwanderung am Freitag trafen sich Interessierte, die auf der Wuhlheide in Viernau den Stimmen von Regina und Torsten Herrmann lauschten. Gemeinsam lasen sie aus Lothar von Hausens Werk „Hinter den dunklen Wäldern. Die authentische Erzählung eines Förstermordes“. Bei gemeinsamer Wanderung zum „Mordfleck“ und guten Gesprächen fand die Literaturwanderung unter den Beteiligten nur lobende Worte.

Auf Grund der großen Resonanz wird die erste Steinbacher Buchmesse um eine Woche verlängert und kann von Interessierten noch bis zum 6. Mai zu den Museumsöffnungszeiten (Mo bis Do 10 bis 17 Uhr, Fr bis Sa 10 bis 16 Uhr) kostenfrei besucht werden.