Bei der Abschlussrunde an der Mittelstation wird gemeinsam der Übungsverlauf ausgewertet. Foto: Bergwacht
Rund 20 Ehrenamtliche aus Reihen der Bergwachtbereitschaften Scheibe-Alsbach und Rennsteig übten am Samstagvormittag für die Menschenrettung im Fall einer Havarie des neuen Sechser-Sessels der Skiarena. Wie berichtet, wird die Anlage am 19. Dezember im Rahmen eines Tags der offenen Tür den Steinachern vorgestellt. Tags darauf ist am Fellberg Start in die Skisaison.
In fünf Durchgängen kletterten die Bergretter jeweils im Zweier-Team die teils 15 Meter hohen Masten hinauf. Während einer sich per Seilfahrrolle zum Sessel mit den Passagieren gleiten ließ, sicherte der andere ihn ab. Im Vergleich zum alten Zweier, so Bereitschaftsleiter Konni Lutter, machen sich beim neuen Gipfel-Zubringer einige Handgriffe mehr erforderlich. So muss etwa, um auf freier Strecke den Fußbügel hochklappen zu können, zuvor ein Hebel gelöst werden.
Foto: Bergwacht
Im Zuge der Übung wurden die vermeintlich festsitzenden Skifahrer – als Statisten halfen Mitarbeiter der Stadt aus – per Gurt und Sicherungsleine abgeseilt. Alles in allem brauchte es gut 20 Minuten, bis der Erste wieder am Boden war. Getestet wurde sowohl die Ausrüstung der Bergwacht, wie auch jene, die der Betrieb vorhält für ein mögliches Blackout-Szenario. „Eine schöne Anlage mit ordentlich Tempo“, lobte Lutter nach seiner persönlichen Bergauf-Premiere im Lift. Dass es für Besucher zu einer Hängepartie in luftiger Höhe kommen kann, darf als unwahrscheinlich gelten. Zumindest in den vergangenen Jahrzehnten war es dem Personal vor Ort noch jedes Mal gelungen, bei muckender Technik Wintersportler wohlbehalten – und ohne ein Abseilen – nach unten zu bringen.