Steinach Azubitag gibt spannende Einblicke

Staatliche Gemeinschaftsschule Nordschule Steinach

Wie sieht der Alltag eines Auszubildenden aus und wie anspruchsvoll ist die Berufsschule? Diese Fragen beantworteten sechs ehemalige Nordschüler, die in den vergangenen drei Jahren ihren Abschluss an der TGS Nordschule Steinach gemacht haben.

Karina Eichholz, John Schilling, Justin Möller, Willi Greiner, Lucy Wilke, Jennifer Koch, Leni Welsch, Janina Walz (v.l.n.r.) Foto: Janina Walz

Am Dienstag, 10. März 2026, trafen ehemalige Schüler der Nordschule auf die Klassen 8 bis 10 und standen in der Aula Rede und Antwort zum Thema Ausbildung. Mit vielen Ratschlägen, praktischen Tipps und anschaulichen Präsentationen gaben sie spannende Einblicke in ihren beruflichen Alltag.

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Leni Welsch, angehende Ergotherapeutin im dritten Lehrjahr an der Berufsschule Saalfeld, berichtete, dass die anstehenden Prüfungen sehr anspruchsvoll seien und man frühzeitig mit dem Lernen beginnen sollte. Besonders Freude bereite ihr der Umgang mit Menschen, vor allem mit Kindern. „Wenn ich fertig bin, möchte ich mich noch weiterbilden – in der tiergestützten Therapie, speziell in der Reittherapie“, erklärte sie und zeigte Fotos von Werkstücken und kreativen Arbeiten aus der Praxis.

John Schilling absolviert eine Ausbildung zum Mechatroniker bei Röchling Medical Solutions in Neuhaus am Rennweg. Er gab den Schülerinnen und Schülern wertvolle Tipps zur Berufswahl. Seine Empfehlung: möglichst viele Praktika absolvieren und auch in Berufsfelder hineinschnuppern, die zunächst vielleicht gar nicht in den Sinn kommen. Außerdem rät er dazu, Ausbildungsmessen zu besuchen und Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen. Auf diesem Weg sei er schließlich auch zu Röchling gekommen.

Im kaufmännischen Bereich stellte Jennifer Koch ihren Arbeitsalltag vor. Sie absolviert eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Sparkasse Sonneberg. „Das Tolle am Job ist der Kundenkontakt und die Arbeit am Schalter“, sagte sie. Langweilig werde es nie, denn jeder Kunde habe ein anderes Anliegen. Vertrauen, Freundlichkeit und Zuverlässigkeit gehörten zu den wichtigsten Eigenschaften, die man als Azubi mitbringen sollte. Auch der passende Kleidungsstil spiele eine Rolle – die Jogginghose sei in der Bank ein absolutes No-Go.

Justin Möller entschied sich nach dem Realschulabschluss dafür, seine schulische Laufbahn fortzusetzen und das Abitur an der SBBS in Steinbach anzustreben. Heute steht er kurz vor den Prüfungen und hat diesen Weg nie bereut. Er gab Einblicke in den Schulalltag am Beruflichen Gymnasium und berichtete von einem Aufenthalt in Schweden im Rahmen des ERASMUS-Programms. Dort besuchte er eine Woche lang eine Berufsschule in Nyköping und zeigte Fotos aus dieser Zeit.

Lucy Wilke absolviert im ersten Lehrjahr an der Staatlichen Berufsschule Coburg eine Ausbildung in Ernährung und Versorgung. Sie berichtete von der starken praktischen Ausrichtung der Ausbildung. Viele Grundrezepte – von Gemüsesuppe bis selbstgemachter Pasta – müsse sie aus dem Stehgreif beherrschen. Auch Textilkunde, Hygiene und vieles rund um die Hauswirtschaft gehören zum Unterricht. Dieses Wissen sei auch im Alltag zuhause sehr hilfreich.

Der sechste Gast war Willi Greiner. Nach seinem Realschulabschluss entschied er sich für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Tierpark Gotha. Dort kümmert er sich um verschiedene Tiere, darunter Wickelbären, Stachelschweine und Wölfe. Besonders gerne arbeitet er mit den Frettchen. Das Tigergehege darf er allerdings nicht betreten – diese Aufgabe bleibt den ausgebildeten Tierpflegern vorbehalten. Ein FÖJ oder FSJ könne für alle sinnvoll sein, die nach der Schule noch Zeit zur Orientierung brauchen.

Das Fazit des Azubitages: Die Möglichkeiten nach der Schule sind vielfältig. Wichtig ist, sich frühzeitig auszuprobieren und die eigenen Interessen kennenzulernen. Klar wurde aber auch: Die Motivation zum Lernen sollte man sich bewahren – denn einfacher wird es nach der Schule nicht.

Karina Eichholz

Berufsorientierungskoordinatorin der TGS Nordschule Steinach

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