Stedtlinger Fest Wieder vom Berg ins Dorf umgezogen

Wegen der hohen Waldbrandgefahr ist das Berghäuschenfest in Stedtlingen ins Dorf umgezogen – im Vorjahr war es auch schon so. Damals aber aus einem anderen Grund.

Diesmal waren es die Hitze und die Waldbrandgefahr, die das Stedtlinger Berghäuschenfest ins Dorf zurück brachten. Der Feuerwehrverein und seine Helfer hatten alles bestens im Griff und freuten sich am Sonntag über viele Besucher. Foto: privat

Der Feuerwehrverein Stedtlingen musste auch in diesem Jahr wieder umdisponieren – der schöne Standort des Berghäuschenfestes außerhalb des Dorfes im Wald fiel erneut aus. Entschieden hat das der federführende Verein selbst, nachdem das Thüringer Forstamt Kaltennordheim die Empfehlung gegeben hatte, das Fest nicht im Wald zu veranstalten. Und da insbesondere ein Feuerwehrverein nur zu gut weiß, was allein aus einem Funken vom Bratwurstrost bei Waldbrandwarnstufe 4 entstehen kann, gab es kein langes Überlegen. Im Vorjahr gab es übrigens ebenfalls einen Umzug des Festes ins Dorf – damals allerdings nicht wegen Hitze und Dürre, sondern wegen Regen und Schlechtwetter, in den Kulturraum.

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Kuchen, handgemachte Musik und mehr

Heuer konnte die Dorfscheune genutzt werden, die nicht wie im Vorjahr durch eine andere Veranstaltung belegt war, und so konzentrierte sich die dörfliche Geselligkeit diesmal genau dort. Leider war die Disko am Samstagabend ziemlich schlecht besucht, resümiert der Verein – und kennt die Gründe gar nicht so genau. Urlaubszeit? Andere Veranstaltungen? Umso mehr freuten sich die vielen Helfer, dass das Angebot am Sonntag gut angenommen wurde.

Leo und Ella hatten Spaß bei den Bastelangeboten der Kindergärtnerin. Foto: Michelle Ritz

Die Veranstaltung also auch im nächsten Jahr stattfinden zu lassen, steht wohl außer Frage, zumal es auch gute Resonanz und lobende Worte von den Besuchern gab. Auch von außerhalb waren diese, teils mit dem Fahrrad, in den Rhönblick-Ortsteil gekommen. Dort erwarteten sie Gemütlichkeit, Freizeitspaß und Musik. Die Frauen des Dorfes hatten für den Feuerwehrverein Kuchen gebacken, wofür dieser sehr dankbar ist. Das Angebot konnte sich sehen lassen und wurde gut nachgefragt, ebenso wie das Grillgut. Stimmung gab es auch dank der Blasmusik von den „Sülzetaler Musikanten“. „Die haben wirklich gute Musik gemacht“, war zu hören – offenbar passend für alle Altersgruppen. Unterstützung bekam der Feuerwehrverein von Kindergärtnerin Jaqueline aus der DRK-Einrichtung „Kirschblüte“. Sie hatte Glitzertattoos und Bastelangebote vorbereitet, sodass auch die Jüngsten merkten: Ein Fest im Dorf ist etwas für alle Generationen. Und nächstes Jahr vielleicht auch wieder auf dem Berg.

Unterm Pavillon saß es sich gut. Foto: Michelle Ritz
Diese Helfer trotzen auch der Hitze am Rost. Foto: Michelle Ritz