An ein Sonnenbad mit Abkühlung im erfrischenden Nass denkt wohl dieser Tage noch niemand. Kein Wunder: Regen, Wind und Temperaturen im einstelligen Bereich lassen keine Laune auf Sommer, Sonne und Freibad aufkommen. Aber was nicht ist, kann bekanntlich noch werden. Im Freizeitzentrum (FZZ) „Rohrer Stirn“ stehen die Zeichen schon auf Freibad. Am 13. Mai beginnt die Saison. „Wir sind in diesem Jahr ein paar Tage später dran. Sonst öffneten wir immer Ende April oder Anfang Mai. Extra in diesem Jahr haben wir dem schönen Wetter noch ein paar Tage Karenz eingeräumt“, sagt Anne Hempel, Managerin Marketing und Kommunikation der Stadtwerke Meiningen, augenzwinkernd auf die derzeitige Schlechtwetterlage. Vielleicht zeigt sich Petrus ab Mitte Mai wohlgesinnt und am Tag der Eröffnung können zahlreiche Schwimmgäste begrüßt werden. Für sie haben sich die Mitarbeiter des FZZ ein extravagantes Bonbon einfallen lassen. „Außer Atem“ heißt das Motto, zu dem sich alle Wagemutigen an diesem Tag ins Wasser begeben und 2023 Meter auf den Bahnen schwimmen können. Wer sich traut, erhält neben einer Teilnahme-Urkunde freien Eintritt für drei Schwimmbadbesuche. „Sonst haben wir diese Aktion immer zum Neujahrsschwimmen angeboten, aber dieses Mal werden wir unsere Besucher zum Saisonauftakt damit überraschen. Es muss nur noch das Wetter mitspielen“, hofft Stefan Müller, Betriebsleiter des Freizeitzentrums der Stadtwerke. Bis die erstens Gäste begrüßt werden können, haben die Mitarbeiter noch alle Hände voll zu tun. Für einen guten Start in die Saison bedarf es einiger Arbeiten, die nicht nur Organisationsgeschick, sondern auch Vorlaufzeit benötigen. Etwa sechs bis acht Wochen sollten eingeplant werden, damit die Türen des Freibades wieder geöffnet werden können. Neben dem normalen Hallenbad- und Saunabetrieb widmen sich die Mitarbeiter derzeit den Arbeiten im und am Freibad. Während der Wintermonate bleiben wegen bautechnischer Gründe die Becken mit Wasser gefüllt, das als erstes abgelassen wurde. Nachdem die 1000 Kubikmeter Wasser aus dem 50-Meter-Schwimmerbecken und die etwa 400 Kubikmeter aus dem Nichtschwimmer- sowie dem Kleinkinderbecken in einen großen Behälter umgepumpt waren, fand die Aufarbeitung und die Filtration statt. Nach dem Reinigungsvorgang konnte das Wasser bedenkenlos über den Stiefelsgraben abgeleitet werden. Mitarbeiter schrubben im Anschluss die Edelstahlbecken und befreien sie von Anhaftungen wie Laub, Schmutz und Grünalgen. Wie Stefan Müller sagt, wurden parallel dazu auch kleine Rostpartikel entfernt, die sich von verloren gegangenen Geldstücken oder Haarklammern bilden können. Dann stand die Reinigung der Überlaufrinnen und die Spülung der Filter an, damit das neue Wasser wieder eingelassen werden konnte. Aktuell werden die Außenanlagen auf Vordermann gebracht mit Heckenschnitt, Grasmahd und Beseitigung der Frostschäden.