Als sich im Jahr 1989 die Grenze öffnete, die Deutschland 40 Jahr lang in zwei Staaten geteilt hatte, schossen Städtepartnerschaften wie Pilze aus dem Boden. Zunächst zwischen Kommunen in ehemals Ost und West, bald darauf auch mit anderen Ländern innerhalb der EU. Jeder wollte einen starken Partner an seiner Seite wissen. Galt es doch hier im ehemaligen Osten, sich auf ein völliges neues Staats- und Rechtssystem einzustellen. Doch im Laufe der Jahre war daraus Alltag geworden, die anfängliche Einheitseuphorie hatte nachgelassen. Infolge dessen bestand und besteht heute in manchen Kommunen die Städtepartnerschaft leider lediglich auf dem Papier, oder ist allenfalls noch eine Angelegenheit der beiden Bürgermeister, während die Einwohner davon kaum etwas mitbekommen. Ein Besuch des Bürgermeisters in der Partnerstadt, allenfalls noch mit seinem ersten Beigeordneten, dort ein Grußwort bei einer Festveranstaltung, das war es dann.
Städtefreundschaft Eisfeld und Ham – eine gelebte Partnerschaft
Wolfgang Swietek 30.05.2022 - 13:29 Uhr