Es ist eine logistische Herausforderung für Polier Dennis Bärwolff und sein Team. Jeden Tag muss aufs Neue abgesprochen werden, welcher Lastwagen wann Material bringt, wo Bagger den Aushub aus dem Graben auf Lkw schaufeln oder zum Abschluss der Arbeiten die Schotterschicht entfernen, die den Waldweg schützt. Dieser ist so schmal, dass das Wenden oder Vorbeifahren an einem anderen Auto hier nicht möglich ist. Rückwärts rein, vorwärts raus, heißt es daher für die meisten Brummifahrer. Im Wasunger Stadtwald ist der Baukorridor für die Südlink-Trasse nur noch 15 Meter breit. Das ist ein Auflage zum Schutz der Natur. Von dem 45 Meter breiten Baufeld wie bei den regulären Grabenbaustellen können die Facharbeiter aus Deutschland, Polen und Rumänien derzeit nur träumen. Auf fünf Kilometer Länge haben sie bis zum Ortsrand von Mehmels nur einen schmalen Korridor zur Verfügung.