Nein, das Leben hat Jürgen Fuhrmann nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst. Bei einem Fluchtversuch über die damalige CSSR wurde der Baumaschinist und spätere Berufskraftfahrer sowie Autokranfahrer zu DDR-Zeiten erwischt und landete im Stasi-Knast. Drei Jahre lang saß er wegen versuchter Republikflucht, weil er nicht zur Armee wollte. Drei Jahre, die sein Leben nachhaltig verändert haben – mit schweren Folgen, an denen er heute noch gesundheitlich zu tragen hat. Als anerkannter politischer Häftling und Dissident und Verfolgter des Stalinismus ist er zwar rehabilitiert und entschädigt worden, doch konnten weder Anerkennung noch Geld die erlittenen körperlichen und seelischen Wunden heilen.