Meiningen - Die Pro Meininger ließen zur abschließenden Beratung des Haushalts 2022 am Dienstag kein gutes Haar an dem umfangreichen Planungswerk, das sie für zu verschwenderisch halten, wie Fraktionsvorsitzender Falk Grimm kritisierte. Allerdings hätten sich die Freien Wähler eine weitere Personalstelle im Stellenplan durchaus noch gewünscht: „Die jüngsten Ereignisse im Bereich Wirtschaft bestätigen auch in diesem Jahr unsere Auffassung, wie wichtig ein städtischer Mitarbeiter als Wirtschaftsförderer/Wirtschaftsmanager ist. Es bleibt uns schleierhaft, weshalb sich Bürgermeister Giesder dieser Tatsache so widersetzt. Dieses Verhalten könnte absehbar verheerende Folgen für unsere Stadt haben“ , meinte der Fraktionschef. Tatsächlich gibt es eine solche Personalstelle nicht mehr, seit Fabian Giesder das Bürgermeisteramt bekleidet. Zuvor hatte Prof. Lutz Gaspers (einige Jahre war er Mitglied des Stadtrats für Pro Meiningen) eine halbe Stelle als Wirtschaftsförderer bekleidet. Falk Grimm stellte die fehlende Stelle in Zusammenhang mit Problemen, die bisher noch nicht gelöst werden konnten, und nannte konkret die fehlende Nahversorgung mit Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs im Stadtteil Jerusalem. „Leider fanden wir auch im Jahr 2021 nur vage Ansätze, die Nahversorgung im Stadtteil Jerusalem wiederherzustellen. Viel zu träge agierten wir, um den Menschen im bevölkerungsreichsten Stadtteil Meiningens dauerhaft Nahversorgung zu ermöglichen“, beklagte Falk Grimm und sagte für seine Fraktion zu, „aktiv für das Vorantreiben von Lösungen bereit zu sein“. „Es muss uns im Jahr 2022 ein zwingendes Anliegen sein, diese Situation im Stadtteil Jerusalem dauerhaft zum Positiven zu verändern“, schloss er dieses Thema ab.