Vorausgegangen war der Beschlussfassung eine Diskussion mit heftigem Schlagabtausch der Fraktionen. Vor allem Linken-Fraktionschef Philipp Weltzien redete sich in Rage; sprach von einem Schlag ins Gesicht aller Mitarbeiter der Träger offener Jugendarbeit, von ins Feld geführten falschen Argumenten der Stadtverwaltung und zerschlagenen Zukunftschancen für junge Leute in Suhl. „Schämen Sie sich, heute hier nicht mal für einen Status Quo, sondern sogar für eine Kürzung der Mittel gerade in der Kinder- und Jugendarbeit zu stimmen“, rief er seinen Stadtratskollegen zu, was für einige Empörung sorgte. „Mein lieber Philipp“, sagte FDP-Stadträtin Gudrun Vestner, „wenn ich mich für eine Abstimmung schämen soll, dann geh’ erstmal hundert Meter in meinen Schuhen, dann kannste mir das noch mal sagen...“