Stadtrat bestätigt Haushalt der Kulturstiftung Finanzielles Fundament für Kulturstiftung bestätigt

Die Stadt ist in der „komfortablen Lage“, so Bürgermeister Giesder, die Dynamisierung der Tarife bei den Personalkosten mittragen zu können. Foto: /Erik Hande

Stadt der Theater-Werkstatt kann repariert

Meiningen - Knapp 29 Millionen Euro stehen der Kulturstiftung Meiningen-Eisenach in diesem Jahr zur Verfügung. Das meiste Geld davon wird für die Personalkosten benötigt. Rund 23,2 Millionen Euro braucht es, damit im Meininger Staatstheater, in den Meininger Museen und im Theater Eisenach Kunst und Kultur zur Aufführung kommen, Geschichte anschaulich bewahrt und vermittelt wird. Insgesamt zählt die Stiftung 151 Beschäftigte, dazu noch 206 Mitarbeiter beim künstlerischen Personal am Meininger Theater, das sich im Austausch mit dem in Eisenach befindet.

Wer sich von den Stadträten am Dienstag in der Sitzung im Volkshaus die Kostenübersicht der Stiftung genau anschaute, der stellte eine Steigerung bei den Personalkosten fest. Diese wuchsen innerhalb von zwei Jahren von 21,8 auf besagte 23,2 Mio. Euro, das sind sieben Prozent Steigerung. Die Sachausgaben sanken in dem Zeitraum hingegen um knapp fünf Prozent auf nunmehr rund 5,3 Mio. Euro.

Den Hauptposten der 2021 für die Kulturstiftung benötigten Gelder stellt der Freistaat Thüringen mit rund 17,2 Mio. Euro zur Verfügung. Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen, der Wartburgkreis und die Städte Meiningen und Eisenach teilen sich den restlichen Betrag.

„Der Anteil der Stadt Meiningen beträgt jährlich 1 721 625 Euro zuzüglich eines 10-prozentigen Anteils der tatsächlichen Tarifsteigerungen pro Jahr“, erklärte Bürgermeister Fabian Giesder zum Theater. Für die Mitfinanzierung der Meininger Museen wendet die Stadt 184 000 Euro auf. Insgesamt stellt Meiningen damit rund 2,1 Mio Euro für die beiden Kultureinrichtungen in der Stadt auf.

Diese Beträge sind im Haushalt 2021 der Kulturstiftung festgeschrieben, der bereits im Oktober vergangenen Jahres vom Stiftungsrat beschlossen wurde. Die Stadträte hatten am Dienstag darüber zu befinden, ob sie dem Finanzwerk zustimmen wollen, was sie letztlich auch taten. „Wir sollten froh sein, solch eine Einrichtung zu haben“, lobte Stadtrat Falk Grimm die Kulturstiftung.

Im weiteren befassten sich die Stadträte mit einem Zuschuss für die Instandsetzung des Daches am Werkstattgebäude des Meininger Staatstheaters. Konkret betraf die Debatte den 1. Bauabschnitt. Die Gesamtkosten betragen 827 000 Euro. Für das Vorhaben gibt es von der Thüringer Staatskanzlei eine Förderung. Die Stadt Meiningen gibt in Anlehnung an das Finanzierungsmodell für die Kulturstiftung Meiningen-Eisenach auch hier zehn Prozent zur Dachsanierung hinzu. Das entspricht einem Anteil von 83 000 Euro. Dieser Vorschlag fand im Stadtrat das komplette Einverständnis. „Wir konnten die Mittel inden Haushalt 2021 einplanen, da dieser Betrag schon angesagt war“, erklärte Bürgermeister Fabian Giesder.

Das politische Erbe der Stadt Meiningen rückte bei der nächsten Abstimmung ins Blickfeld. Der Stadtrat bestätigte, dass die Liste der erhaltenswerten Gräber auf dem Parkfriedhof Meiningen um eine weitere bedeutende Person erweitert wird. Dabei handelt es sich um die letzte Ruhestätte von Cläre Barwitzky. Die 1913 in Neiße geborene katholische Seelsorgehelferin wird in der Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern geehrt. Sie hatte während des Zweiten Weltkrieges 1943 in Frankreich jüdische Kinder vor der Deportation versteckt und so vor dem Tod bewahrt. Nach dem Krieg kam sie nach Meiningen und war als Seelsorgerin tätig. Im Jahr 1989 verstarb sie und wurde auf dem Parkfriedhof bestattet. Ihr Grab genießt künftig besondere Wertschätzung.

 

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