Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2025 steht. Die Verwaltung hat hart gerungen – und im Hauptausschuss einen Plan vorgelegt, der ausgeglichen ist. Doch die schwarze Null zu erreichen, erfordert Opfer. Eines heißt Steuererhöhung. Was in den vergangenen Jahren diskutiert aber verworfen wurde, kommt erneut aufs Tableau: Die Gewerbesteuer soll von 375 Prozent um 20 Punkte auf den in Thüringen geltenden Nivellierungssatz von 395 Prozent erhöht werden. Das schlägt die Verwaltung vor, um schließlich vollumfänglich in den Genuss der Schlüsselzuweisungen vom Land zu kommen. Hierauf hatte Schleusingen in den vergangenen Jahren freiwillig verzichtet, um die Gewerbesteuer auf einem niedrigeren Niveau halten zu können. „Wir haben es uns in der Verwaltung nicht leicht gemacht – und ich weiß, dass mancher Unternehmer damit nicht glücklich sein wird, doch ich werde im neuen Jahr persönlich um Verständnis werben“, verspricht Bürgermeister Alexander Brodführer (CDU). Er werde erklären, warum dieser Schritt unumgänglich sei. „Wir bekommen ohne die Erhöhung des Gewerbesteuersatzes unseren Haushalt nicht hin.“ Selbst mit der Erhöhung plant die Stadt mit einer Steuersumme von 5,9 Millionen Euro. 645 000 Euro weniger als noch im Plan für dieses Jahr ausgewiesen. Damit reagiert Schleusingen auf die drohenden Mindereinnahmen von rund 1,2 Millionen Euro.