Stadtbücherei Neuer Online-Katalog für Nutzer

Christina Kummer-Bolz (links) und Deborah Schmidt erklären den neuen Online-Katalog und alles, was mit der neuen Software möglich wird. Foto: Karl-Heinz/ Frank

Mit der neuen Software, über die die Suhler Stadtbücherei seit diesem Sommer verfügt, seht Nutzern nun auch ein neuer Online-Katalog zur Verfügung. Der ist nicht nur benutzerfreundlicher sondern auch barrierefrei und umweltfreundlich.

Auch die Suhler Bibliothek will moderner an die Leser herankommen. Dass sie dies jetzt tun kann, ist der Projektidee aus dem Jahr 2020 zu verdanken, die unter dem Titel „Analog trifft Digital“ entwickelt wurde. „Wir wollen zeitgemäß für und mit unseren Kunden arbeiten und ihnen auch mehr Service bieten“, umreißt Cristina Kummer-Bolz, die Leiterin der Stadtbücherei den Grundgedanken. Mit dem bisherigen Programm „Findus“, das aus dem Jahre 2002 stammt, konnten die Kunden zwar Bestände recherchieren, eine Vorbestellung oder auch die Verlängerung der Entleihungszeit signalisieren, das alles aber nicht in Echtzeit in das System einpflegen. Das mussten die Mitarbeiterinnen der Bibliothek übernehmen. Das war aufwendig und alles andere als zeitgemäß. Jetzt ist die Stadtbücherei mit einem neuen Online-Katalog durchgestartet, der den Nutzern viel mehr bietet. Mit ihm werden alle analogen und digitalen Medienangebote, die tatsächlich auch da sind, sichtbar. So sind sowohl eine Benutzerkonto-Abfrage als auch eine Art Selbstbedienung möglich. „Jeder Nutzer kann über Titel, Verfasser, ISBN, Stichwort, Schlagworte, Mediengruppe und so weiter sowohl im Bestand unserer Bibliothek recherchieren als auch nach Medien in der Onleihe“, erklärt Christina Kummer-Bolz. Zudem lassen sich jetzt Vorbestellungen, Verlängerungen oder Weiterleitungsfunktionen direkt vom Bibo-Nutzer realisieren. „Zudem ist die Benutzung komfortabler geworden und sie ist über die kostenfreie App B 24 auch über mobile Endgeräte von überall aus jederzeit machbar. So hat man den Katalog mit unseren Beständen überall dabei und griffbereit“, sagt die Bibliothekschefin. Dass in der Stadtbücherei jetzt über solch ein System verfügt werden kann, ist dem langen Atem im Prozess der Fördermittelbeantragung zur verdanken. „Das war ein langer Kampf. Dass wir letztendlich mit diesem Projekt, das auch städtische Eigenmittel brauchtet, in die Finanzplanung der Stadt Eingang gefunden haben, sehen wir auch als Wertschätzung unserer Arbeit in unserer kulturellen Einrichtung“, so Christina Kummer-Bolz.

Bibliothek ist mehr als eine Ausleihe

Alles in allem sind für das Projekt in den vergangenen drei Jahren knapp 50  000 Euro aus dem Fördermittel-Topf des Freistaates geflossen. Dass nun auch die Suhler Bibliothek mit der modernen Zeit Schritt halten kann, dafür sind die Mitarbeiterinnen sehr dankbar. Und die Nutzer sind es auch. Schließlich sei der neue Online-Katalog barrierefrei, biete unter anderem eine Vorlesefunktion und sei augenfreundlich“, sagt Deborah Schmidt, Mitarbeiterin der Bibliothek. Ein weiterer positiver Effekt sei, dass keine Belege auf Papier mehr ausgegeben werden müssen und so auch noch etwas für den Umweltschutz getan werden kann. Selbstredend wird die neue Software auch dafür genutzt, über Neuigkeiten zu informieren, Veranstaltungen anzukündigen und dergleichen mehr.

Die Nutzer seien im Großen und Ganzen begeistert von diesen neuen Möglichkeiten. Wer es nicht ganz so hat mit dem Internet und dem Computer, dem erklären die Mitarbeiterinnen gern, wie es geht. Es werden auch Sprechstunden angeboten (die nächste am 29. September, 15 Uhr im Rahmen der Reihe DIY 2gether) unter dem Titel „Technik, die begeistert“. Und wenn die Mitarbeiterinnen auf spezielle Probleme angesprochen werden, dann bereiten sie sich darauf auch ganz speziell vor.

Aber auch das ganz analoge Stöbern im Bücherregal bleibt den Nutzern natürlich. Und die ganz persönlichen Gespräche auch. Schließlich ist die Stadtbücherei mehr als nur ein Ort, an dem man Bücher ausleihen kann. „Sie ist auch ein Treffpunkt für Eltern mit Kindern, für Alleinstehende und für ältere Leute. Und manchmal bekommen wir auch mit, dass wir für etliche Menschen, die Einzigen sind, mit denen sie ins Gespräch kommen können und wollen“, sagt Deborah Schmidt.

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