Ausweich-Quartier Hildburghausen nutzt Kita als Unterkunft für Obdachlose

Der Kindergarten „Werraspatzen“ in Hildburghausen steht aktuell leer, weil er in diesem Jahr saniert und umgebaut werden soll. Foto: frankphoto.de/Bastian Frank

Die Stadt Hildburghausen hat in der leergezogenen Kindertagesstätte „Werraspatzen“ eine Familie untergebracht, die ein einsturzgefährdetes Haus bewohnt hat. Die Nutzung sei nur vorübergehend, sagte Bürgermeister Tilo Kummer.

Hildburghausen - Wie Bürgermeister Tilo Kummer (Linke) in der Hauptausschusssitzung am Mittwochabend mitteilte, nutzt die Stadt den leergezogenen Kindergarten „Werraspatzen“ derzeit als Obdachlosenunterkunft.

Ihn hätten mehrere Anfragen von Bürgern erreicht, warum dort Licht brenne, wenn der Kindergarten doch gar nicht genutzt werde, hatte Stadtrat Ralf Bumann (SPD) während der Sitzung gesagt. Bevor Gerüchte kursierten, wäre eine Information sinnvoll.

Auf Nachfrage von Freies Wort sagte Kummer, dass die Stadt für die Unterbringung Obdachloser zuständig sei. „Wir mussten sehr schnell eine Familie unterbringen, die ein einsturzgefährdetes Gebäude bewohnt hat“, so Kummer. Weil die Stadt keine andere Unterkunft zur Verfügung hatte, ist die Familie nun übergangsweise seit einigen Tagen in dem leer stehenden Kindergartengebäude untergekommen. Dort seien mit Heizung und Sanitärräumen die Möglichkeit einer raschen Nutzung gegeben gewesen. Die Unterbringung ist zeitlich begrenzt, sagt Kummer. Auch die Familie habe die Verpflichtung, sich um eine neue Bleibe zu kümmern.

Die Polizei ist von der Stadt darüber informiert worden, dass der Kindergarten genutzt werde, sagt Kummer.

Der Kindergarten „Werraspatzen“ ist bereits leergezogen und soll umfangreich saniert und umgebaut werden. Gegenstand der Hauptausschusssitzung war auch die Vergabe der Lose für die unterschiedlichen Gewerke.

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