Stadion Sonneberg Der „Kessel“ hat einen neuen Namen

Sarah Jakob
  Foto: Stadt Sonneberg/Cindy Heinkel

Die Wettkampfanlage am Stadion Sonneberg wird nach dem Fußballer Reinhard Häfner benannt wird. Wieso die Wahl auf ihn fiel und was bald noch passiert auf dem Areal.

 
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Eine Einigung bezüglich der Stadionbenennung hat der Stadtrat Sonneberg in seiner Sitzung vom Donnerstag, 4. Mai 2023, erzielt. Das Gesamtareal wird weiterhin Stadion Sonneberg heißen und auch im öffentlichen Sprachgebrauch so genannt. Diese Lösung lasse die Option offen, möglichen Sponsoren zeitlich befristete Namensrechte einzuräumen, so die Begründung in der Beschlussvorlage (wir berichteten).

Der im hinteren Teil gelegene Rasenplatz mit Leichtathletik-Wettkampfanlage, im Volksmund als „Kessel“ bekannt, erhält den offiziellen Namen „Reinhard Häfner Sportfeld“. Eine Namentafel soll hierzu noch in geeigneter Weise angebracht werden, teilt Stadtsprecherin Cindy Heinkel mit.

Damit wird der bekannteste Fußballer der Spielzeugstadt für seine Verdienste um den Sport und seine Heimatstadt geehrt. Und dieser hat einige Erfolge vorzuweisen, wie Rolf Schwämmlein (Pro Son/FDP) als Vorsitzender des Kulturausschusses in seiner Laudatio auf den Sportler ausführte: Als Sonneberger „Straßenfußballer“ schaffte er es über die Stationen Rot-Weiß Erfurt und Dynamo Dresden bis in die Nationalmannschaft der DDR. Schwämmlein benannte Häfners Meilensteine als Junioren-Europameister, als mehrfacher Meister in der DDR-Oberliga und Pokalsieger, auch im Jahr 1990 als Trainer. 1976 wurde der gebürtige Sonneberger mit seinem Team Fußball-Olympiasieger. „Man sollte stolz sein, diesen Sonneberger Jung zu ehren“, meint Rolf Schwämmlein.

Doch noch mehr steht in Aussicht: Die Riege der namentlich genannten Spitzensportler im Stadion Sonneberg soll zukünftig fortgeführt werden. Alle weiteren Olympiasieger, die in der Spielzeugstadt geboren wurden oder gelebt haben, sollen mit einer Stele gewürdigt werden.

Rund um den Versammlungsplatz zwischen dem Kunstrasensportfeld und der Wettkampfanlage seien perspektivisch weitere Ehrungen geplant: etwa für Silke Kraushaar-Pielach (Olympiasiegerin im Rennrodeln, Nagano 1998), Frank Dundr (Olympiasieger im Rudern, Moskau 1980) oder Felix Loch (Olympiasieger im Rennrodeln, Vancouver 2010 und Sotschi 2014).

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