Bereits beim Betreten des Theaters liegt eine besondere Spannung in der Luft. Die Kleidung fühlt sich ungewohnt an – etwas feiner und schicker. Kleider und Jacken sind sorgfältig gewählt, Schuhe extra geputzt, ein letzter prüfender Blick huscht über die eigene Garderobe. Man setzt sich anders hin, hält den Rücken gerader, als würde der Raum selbst Respekt einfordern. Das Licht im Zuschauerraum schimmert warm, gedämpft. Leises Rascheln, das Klicken von Absätzen, der Geruch von Parfum und Holz vermischen sich. Das Herz schlägt ein wenig schneller, nicht vor Nervosität, sondern vor Vorfreude. Für ein Kind oder einen Jugendlichen kann sich der erste Besuch im Theater durchaus so anfühlen. Doch wenn das Licht sanft abnimmt und das Treiben auf der Bühne zum Leben erwacht, verschwimmt die Grenze zur Realität.
Staatstheater Meiningen Neue Spielzeit für junge Entdecker
Lea Pauline Kellermann 13.04.2026 - 11:30 Uhr