Es herrscht kein Kaiserwetter in Meiningen, als Bürgermeister Fabian Giesder am Donnerstagnachmittag Elisabeth Kaiser begrüßt. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesbauministerium empfängt er obendrein im Bahnhofsgebäude, das alles andere als eine hübsche Visitenkarte Meiningens ist. Die Tristesse hier passt zu Regen und grauen Himmel. Doch die Stadt hat große Pläne mit dem denkmalgeschützten Gebäude in ihrem Besitz und dem ganzen Areal ringsum. Davon erzählt Fabian Giesder seiner 36-jährigen Parteifreundin aus Gera, die beim SPD-Landesparteitag im Dezember in Meiningen versprach, die Stadt bald erneut zu besuchen. Jetzt steht sie im Bahnhofsgebäude, das schon bessere Zeiten erlebt hat, und hört , was die Kommune vorhat. Als Erstes will sie eine vom Bahnsteig zu erreichende Toilette bauen. Es gibt ferner Ideen, in dem Gebäude Übernachtungsplätze für Touristen zu schaffen. Der Bahnhof soll außerdem ein Treffpunkt für die Jugend und ein Drehkreuz für Mobilität werden mit Carsharing und Angeboten für Radtouristen. Was Realität wird und was Wunschdenken bleibt, muss sich zeigen. Es gebe gute Gespräche mit potenziellen Investoren, sagt der Bürgermeister. Einer habe sogar schon ganz konkrete Überlegungen, betont er.