SRH-Zentralklinikum Meilenstein für Notfallversorgung in Thüringen

Seit dem 1. Dezember ist die Kardiologie des SRH-Zentralklinikums Teil des thüringenweiten Herzinfarkt-Netzwerkes. Was bedeutet das?

Der leitende Oberarzt Dr. Muhamet Sinani, Chefarzt Dr. Markus Kemmer und die pflegerische Leiterin des Herz- und Gefäßkatheterzentrums am SRH-Klinikum, Jana Blum. Foto: Michael Reichel

Es ist ein wichtiger Meilenstein für die kardiologische Notfallversorgung in Thüringen: Seit dem 1. Dezember ist die Kardiologie im SRH-Zentralklinikum Suhl offizielles Mitglied im Thüringer Infarktnetzwerk (ThIN). Damit wächst das Netzwerk auf bald 20 Kliniken, die sich gemeinsam für die bestmögliche Versorgung von Herzinfarktpatienten stark machen.

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Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr

„Das Thüringer Infarktnetzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, die Behandlungsqualität bei akuten Myokardinfarkten sowohl im Rettungsdienst als auch im Krankenhaus zu verbessern. Über telemedizinische Schnittstellen und strukturierte Abläufe werden Notärzte und Rettungsdienste eng mit kardiologischen Abteilungen vernetzt. Das klare Ziel: bei einem Herzinfarkt richtig reagieren und möglichst rasch den Blutfluss im Herzen wiederherzustellen“, erläutert Klinikums-Sprecher Christian Jacob. Dabei seien verbindliche Bereitschaftsstrukturen entscheidend: Jede teilnehmende Klinik verfügt über eine eigenständige Kardiologieabteilung, die die Behandlung eines Infarkts via Herzkatheter innerhalb von 30 Minuten sicher ermöglicht. Und das 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr.

Das Netzwerk habe sich laut der koordinierenden Uniklinik Jena auch angesichts der hohen kardiovaskulären Sterblichkeit in Thüringen, die laut Deutschem Herzbericht 2017 mehr als 20 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt liegt, als dringend notwendig erwiesen, so Jacob weiter. Um die Versorgungsqualität nachzuweisen, werden im Netzwerk zahlreiche Qualitätsindikatoren erhoben.

Eine noch bessere Behandlung

Mit dem Einstieg in das Netzwerk leiste das SRH-Zentralklinikum einen entscheidenden Beitrag zur kardiologischen Notfallversorgung in Südthüringen. Die Kardiologie im Suhler Haus zähle zu den führenden Fachabteilungen südlich des Rennsteigs. Ein umfassendes Team aus erfahrenen Fachärzten für Kardiologie stehe rund um die Uhr für Notfälle bereit. Eigens neu gebaut wurde im vergangenen Jahr das Herz- und Gefäßkatheterzentrum mit drei hochmodernen Eingriffsplätzen und der Möglichkeit neuester Behandlungsmethoden. „Wir freuen uns sehr, nun Teil des Thüringer Herzinfarktnetzwerks zu sein“, sagt Chefarzt Dr. med. Markus Kemmer. „Unsere Expertise, kombiniert mit der strukturellen Unterstützung des Netzwerks, sorgt dafür, Patientinnen und Patienten bei einem lebensbedrohlichen Notfall noch besser zu behandeln.“

Weitere Standorte des Netzwerkes sind unter anderem das Elisabeth-Klinikum Schmalkalden, das Helios-Klinikum Meiningen, das St. Georg-Klinikum Eisenach und die Zentralklinik Bad Berka.