Derzeit erschwert zudem die Generalsanierung der Bahnstrecke auf der rechten Rheinseite das Verlagern von Transporten auf die Schiene. Dadurch stehen zwischen Köln und dem Rhein-Main-Gebiet nur die zwei Gleise der linksrheinischen Strecke zur Verfügung, sonst sind es vier Gleise - das verschärft die Lage. Die Bauarbeiten sollen noch bis Dezember laufen.
Lockerung des Sonntagsfahrverbots
Die Lockerung des Lkw-Fahrverbots an Sonn- und Feiertagen in mehreren Bundesländern schafft nach Einschätzung des Logistikverbands BGL zwar mehr Flexibilität für wichtige Lieferungen, aber keine zusätzlichen Fahrerkapazitäten.
Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland hatten das Fahrverbot bereits ab dem vergangenen Wochenende vorübergehend gelockert. Schleswig-Holstein, Hamburg und Hessen haben das Fahrverbot ebenfalls ausgesetzt, Baden-Württemberg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern folgen diesem Beispiel. Sachsen hingegen lehnt eine generelle Lockerung ab und verweist auf mögliche Ausnahmegenehmigungen.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger sieht vorerst kein rasches Ende der Beeinträchtigungen für die Binnenschifffahrt. "Wir müssen davon ausgehen, dass die Niedrigwasserproblematik im gesamten August uns noch erhalten bleibt", sagte der CDU-Politiker.
Am Mittwoch will Bilger mit seinen Amtskollegen in den Ländern über weitere Maßnahmen gegen die Folgen des Niedrigwassers beraten. Am Montag hatte er dazu gesagt: "Wir versuchen, so viel wie möglich umzusetzen, um jetzt für Entlastung zu sorgen." Man habe kurzfristig "doch einige Möglichkeiten, um hoffentlich gut über diese schwierigen Wochen im August zu kommen", so der Minister weiter.