Sportschießen Suhl wird zum Nabel der Welt

Thilo von Hagen

Am Bundesstützpunkt auf dem Friedberg geht bis zum Sonntag die WM-Qualifikation in den Pistolendisziplinen über die Bühne. Auch eine Thüringerin ist am Start.

Hat das WM-Ticket vor Augen: Doreen Vennekamp. Foto: imago/Anadolu Agency

Showdown auf dem Suhler Friedberg: Bis zum Sonntag fällt am Schießsport-Bundesstützpunkt die Entscheidung darüber, welche Pistolenschützinnen und -schützen den Deutschen Schützenbund bei der Weltmeisterschaft vom 1. bis 14. November in der katarischen Hauptstadt Doha vertreten.

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Die nationalen Asse mit der Luft-, Sport- und Schnellfeuerpistole treffen sich im Süden von Thüringen zu Teil zwei ihrer WM-Qualifikation – und es dürfte nicht nur wegen der vorhergesagten Temperaturen heiß hergehen, denn in einigen Teildisziplinen ist Hochspannung vorprogrammiert. So beispielsweise in der Disziplin Luftpistole Männer. Dort rangieren die beiden Olympia-Teilnehmer Christian Reitz und Robin Walter nach einem von insgesamt drei 60-Schuss-Programmen lediglich auf den Plätzen vier (Reitz) und sieben (Walter). In Führung liegt Paul Fröhlich mit 579 Ringen, gefolgt von Michael Schwald (577) und Andreas Köppl (576). Insgesamt haben alle sieben antretenden Männer in den zwei bevorstehenden Programmen die Chance, sich die Dienstreise an den Persischen Golf zu sichern.

Gleiches gilt für die Bereiche Luftpistole und Sportpistole der Frauen. Jeweils ein Drittel der WM-Qualifikation wurde bereits Anfang Juli absolviert, nun folgen zwei Vollprogramme mit der Luft- und der Sportpistole. Das bedeutet für Doppelstarterinnen wie Doreen Vennekamp (Steinbach-Hallenberg) ein knackiges Programm mit vier Wettkämpfen innerhalb von vier Tagen. Svenja Berge (571 Ringe) geht mit der Luftpistole von der führenden Position in die nächsten Wettkämpfe, Vennekamp (583) war in Teil eins die dominierende Sportpistolen-Schützin. Sowohl für die Luft- als auch die Sportpistole fließen alle drei Programme in die Wertung ein, es gibt keine Streichresultate.

Während bei der Luft- und Sportpistole die Frage unbeantwortet ist, welche drei Sportlerinnen und Sportler den Sprung zur WM schaffen werden, gibt es im Lager der Schnellfeuerschützen eine klare Tendenz. Nach zwei von vier Programmen – die drei besten fließen in die Wertung ein – liegt das Trio Florian Peter (588 + 586), Emanuel Müller (583 + 592) und Oliver Geis (582 + 583) nahezu uneinholbar vor Fabian Otto (564 + 567), dem vierten Weltmeisterschaftsanwärter im Bunde.