Sportschießen Olympia-Qualifikation: Vier Kandidatinnen, ein Startplatz

Hat Olympia im Visier: Nadine Messerschmidt. Foto: Gerhard König/Imago

An diesem Wochenende wird bei den deutschen Skeet-Schützinnen der letzte freie Olympia-Platz vergeben. Auch zwei Suhlerinnen haben noch Chancen.

Suhl - Nadine Messerschmidt, Vanessa Hauff (beide FV SSZ Suhl), Katrin Butterer oder Nele Wißmer (beide SSC Schale)? Das ist die spannende Frage vor der internen Olympia-Qualifikation der Skeet-Schützinnen in Frankfurt/Oder. Das Quartett kämpft an diesem Wochenende um exakt einen Startplatz für Tokio. Nach Teil eins der Qualifikation mit 150 Scheiben, die in Berlin erfolgte, liegt ein Trio quasi gleichauf: Messerschmidt, Butterer (je 139 Treffer) sowie Wißmer (138). Hauff (133) hat etwas Rückstand. „Der direkte Vergleich erzeugt einen garantierten Adrenalinausschub bei den Sportlerinnen, auch die betreuenden Trainer werden unter Dampf stehen“, glaubt Bundestrainer Axel Krämer.

Der Wettkampf wird alle herausfordern: Zum einen durch die mentale Belastung (für alle vier Kandidatinnen geht es um die erste Olympia-Teilnahme), zum anderen durch die Hitze. Am Samstag werden für jede Sportlerin 100 Scheiben durch die Luft fliegen. Tags darauf erfolgt der Abschluss mit 50 Scheiben pro Athletin. Beginn ist jeweils um 9 Uhr.

Bei der kürzlich zu Ende gegangenen EM in Osijek/Kroatien hatte das deutsche Skeet-Team sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern einen Quotenplatz ganz knapp verpasst: Messerschmidt und Vincent Haaga (Suhl) wurden jeweils Vierte. An der Seite von Christine Wenzel und Butterer gewann Messerschmidt wenig später Team-Gold.

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