90 Prozent reichen nicht
Jemand wie Marius John ist auf einem guten Weg, irgendwann selbst einmal eine eigene olympische Medaille umgehängt zu bekommen. Ende September 2021 flog er zwölf Stunden nach Peru, um bei seiner ersten Junioren-Weltmeisterschaft gegen die besten Trapschützen des Planeten anzutreten. Die Reise ist der Lohn für ein Leben, in dem Sport über allem steht. Fast kein Tag, an dem nicht trainiert wird. Montag Gymnastik- und Dehnübungen, Dienstag bis Donnerstag Schießtraining, am Wochenende selbstständiges Ausdauer- und Koordinationstraining. „Ich mache schon mehr als gefordert ist, denn ich will auch einmal zu den Olympischen Spielen. Und da muss man 100 Prozent geben. Da reichen nicht 90“, sagt der 17-jährige Sportschüler, der eigentlich aus der Nähe von Gotha stammt, aber am Schießsportzentrum Suhl trainiert, weil es eine der besten Anlagen in Deutschland sei.