Fast ein Viertel der mittelständischen Unternehmen in Thüringen wird von einer Frau geführt. Damit belegt der Freistaat einen Spitzenplatz im Vergleich der Bundesländer. Zu diesem Ergebnis kommt die Wirtschaftsauskunftei Creditreform mit Sitz in Neuss. Das Unternehmen hat für seine Untersuchung die Daten von 2,9 Millionen Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten aus ganz Deutschland ausgewertet. Das Ergebnis: 664 000 dieser Firmen werden von einer Frau geleitet. Das entspricht einem bundesweiten Durchschnitt von 22,8 Prozent. Thüringen liegt also über dem Bundesdurchschnitt und befindet sich damit in guter Gesellschaft der ostdeutschen Bundesländer. Den höchsten Frauenanteil in mittelständischen Führungsetagen weist demnach Sachsen-Anhalt mit einer Quote von 25 Prozent auf. Auf Platz zwei folgt Mecklenburg-Vorpommern mit 24,7 Prozent. In Berlin haben 24,3 Prozent der Mittelständler eine Chefin. Thüringen teilt sich mit 24,04 Prozent den vierten Platz mit Sachsen. In Baden-Württemberg (21,8 Prozent), Bayern (21,7 Prozent) und Bremen (21,6 Prozent) sitzen hingegen relativ wenige Frauen auf Chefsesseln.