Spielplatz-Idee Symbole für die Kommunikation

Berit Richter
Heiko Herzer, Mitarbeiter der Stadtverwaltung Arnstadt; Henrik Fröhlich vom DRK, Renate Rupp von der AG Barrierefreie Stadt Arnstadt und Jens Günther, Mitarbeiter der Stadtverwaltung Arnstadt (von links) Foto: Alexandra Lehmann/Stadtverwaltung

Eine Tafel mit Symbolen soll behinderten Kindern auf einem Arnstädter Spielplatz die Kommunikation erleichtern. Auch Ausländer profitieren.

„Lass uns doch mal zusammen schaukeln!“ „Wie wäre es mit etwas Wippen?“ „Hast du Lust auf Fangenspielen?“ Für die meisten Kinder ist es kein Problem, diese Aufforderungen und Fragen verbal an ihre Freunde zu richten. Doch was tun Kinder, die sich eben nicht per Sprache verständigen können? Sei es wegen einer Behinderung oder weil sie der deutschen Sprache nicht mächtig sind?

Auf dem Spielplatz im Arnstädter Schlosspark können sie künftig auf eine Kommunikationstafel zurückgreifen. Auf dieser sind 66 Symbole angebracht, welche die vorhandenen Spielgeräte zeigen, aber auch Wünsche und Stimmungen ausdrücken. Die Kinder sollen darauf zeigen und sich so miteinander verständigen. Die Idee zur Anbringung der Tafel hatte die Arbeitsgruppe „Barrierefreie Stadt Arnstadt“. „Ein Mitglied unserer AG hat selbst ein behindertes Kind und diese Tafel angeregt“, erzählt AG-Vorsitzende Renate Rupp. Mit CATL fand die Stadtverwaltung einen Sponsor, der die rund 500 Euro-Anschaffungskosten übernahm.

Entwickelt hat die Symbole Annette Kitzinger aus dem schleswig-holsteinischen Oeversee ursprünglich für ihre Tochter Meta, die aufgrund ihrer Behinderung mit anderen Symbolsammlungen nicht zurechtkam. Mittlerweile gibt es über 10 000 Symbole. Die Tafeln für Spielplätze werden in der Schweiz hergestellt und stehen mittlerweile auf über 120 Spielplätzen. „Das ist jetzt ein Test, wie es angenommen wird. Unser Ziel ist es, solche Kommunikationstafeln auf allen Spielplätzen aufzustellen“, sagt Renate Rupp. Rund 30 gibt es in Arnstadt und seinen Ortsteilen.

 

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