Spielabbruch im Pokal „Der Dummheit eines Idioten geschuldet“

Björn Eimer

Nach dem Abbruch des Fußball-Pokalspiels zwischen Wernshausen und Struth-Helmershof hat der Gastgeber Stellung bezogen.

„Das ist einfach dumm und schadet dem Verein.“ Foto: IMAGO/osnapix/IMAGO/osnapix / Dauwe

Bierdusche auf den Rücken, mehrfache Bedrohungen gegen den Linienrichter, schließlich Spielabbruch: Einen Tag nach dem Skandalspiel im Ligapokal zwischen Wernshausen und Struth-Helmershof haben sich die Verantwortlichen von Gastgeber Wernshausen zu den Ereignissen am Sonntagnachmittag geäußert.

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Der Vereinsvorstand des SV Wernshausen distanzierte sich in aller Form vom Geschehenen. „Das war absolut nicht in Ordnung, was da gelaufen ist. Wir haben umgehend reagiert und dort zusätzliche Ordner hingestellt“, meinte Vereinschef André Herrmann. Auch Michael Jung, der sportliche Leiter der Fußballer, fand klare Worte: „Das ist eine Frechheit, da gibt es keine zwei Meinungen. Diese Bieraktion ist der Dummheit eines Idioten geschuldet. Das ist einfach dumm und schadet dem Verein. Das mit den Drohungen gegen den Linienrichter kann ich so nicht bestätigen.“ Jung sieht dabei auch ein weitergehendes Problem: „Wie sollen wir als Verein so etwas verhindern? Es besteht leider keine Garantie, dass derartiges durch einen einzelnen, fehlgeleiteten Zuschauer passieren kann.“

Die Pokalpartie war am Sonntag in der zweiten Hälfte der Verlängerung von Schiedsrichter Alexander Fries abgebrochen worden, nachdem Linienrichter Felix Weyh mehrfach bedroht und eine Bierdusche auf den Rücken abbekommen hatte. Laut Fries soll es sich um einen oder mehrere Anhänger von Gastgeber Wernshausen gehandelt haben. Zum Zeitpunkt des vorzeitigen Spielendes führte Kreisoberliga-Spitzenreiter Struth-Helmershof mit 2:1.

Dessen Vereinsvorsitzender Marc Weisheit blickt mit Bedauern auf die Ereignisse: „Es war eine ruppige Partie auf beiden Seiten und selbst wenn der Schiedsrichter mal falsch entscheidet oder ein Linienrichter zu Unrecht die Fahne hebt, ist das längst kein Grund für so etwas. Der Linienrichter lief dann aufs Feld und beriet sich ein paar Minuten mit dem Schiedsrichter. Ich habe höchsten Respekt davor, dass der dann ja zunächst noch einmal angepfiffen hat.“