Spendenlauf in Katzhütte Einmal bis zur Berliner Siegessäule

Mit einem Auftritt der Garde-Damen trug auch der Karnevalsverein Oelze zum Gelingen des Spendenlaufs bei. Foto: Förderverein Schwarzatalshospiz

Stattliche 642,5 Kilometer waren beim jüngsten Spendenlauf für das Schwarzatalhospiz zusammengekommen. 73 Starter hatten Kondition und damit Engagement für die Einrichtung gezeigt.

 
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Nach zweijähriger Pause hatte der Förderverein Schwarzatalhospiz am vergangenen Samstag wieder zum Spendenlauf einladen können. Bei den Vorbereitungen der Veranstaltung, die nicht nur eine wichtige Einnahmequelle zur Finanzierung des Schwarzatalhospizes, sondern auch die Öffentlichkeitswirksamste im gesamten Jahr ist, hatte der Förderverein als Veranstalter schon gemischte Gefühle: Kann man nach zwei Jahren Corona-Pause nahtlos an die Erfolge der Jahre zuvor anknüpfen?

Man kann – das war Samstagabend das Resümee des Tages, den nicht nur die Mitglieder des Fördervereins, sondern auch die Mitarbeiter des Hospizes selbst und der Arztpraxen des Schwarzatalambulatoriums akribisch vorbereitet hatten.

73 Läufer waren gegen eine Gebühr an den Start gegangen, um auf verschiedenen Strecken ihre Ausdauer für den guten Zweck unter Beweis zu stellen. Dabei war mit unterschiedlichen Streckenlängen sowohl an die Kleinsten, Nordic-Walker wie auch an trainierte Freizeitsportler gedacht. Und so war es möglich, dass Läufer oder Walker jeden Alters sein Scherflein zum Füllen des Spendentopfs beitragen und gleichzeitig etwas für die eigene Gesundheit tun konnte. Jüngster Teilnehmer war die drei Monate alte Tochter von Olivia Spantig, die im Kinderwagen die Runden von Mama begleitete. Unter den Senioren führte Eberhard Gießler mit 80 Jahren die Altersliste an.

Wer nicht laufen wollte oder konnte, verfolgte das Treiben rund um die Otto Gießler-Halle von den Biertischgarnituren aus bei Kaffee und Kuchen oder einer Bratwurst. Dass der kulinarische und unterhaltsame Veranstaltungsrahmen klappte, dafür konnte sich der Förderverein des Schwarzatalhospizes wieder auf Unterstützung vom Sportverein, Karnevalsverein und Mühlkermsenverein verlassen. Moderator Horst Kraußlach fand auch diesmal am Start-/Ziel-Einlauf die richtigen Worte.

Wanderpokal geht nach Steinach

Am späten Nachmittag rundete die Siegerehrung den Spendenlauf ab: Nils Anders aus Steinach erlief sich mit 29,6 Kilometern den ausgelobten Wanderpokal, vor Sina Liebmann aus Goldisthal mit 22,4 Kilometern. Die gelaufenen Kilometer aller Teilnehmer ergaben im Übrigen 642,5 Kilometer – umgerechnet die Strecke von Katzhütte bis an die Berliner Siegessäule.

Mit etwa 4000 Euro, so das vorläufige Spendenergebnis, konnte sich der Erlös des Tages auch diesmal sehen lassen. „Nach zwei Jahren Pause sind wir sehr zufrieden“, so Vereinsvorsitzende Evi Müller, die für das Engagement der Vereine wie auch der Helfer noch einmal ausdrücklich Dankeschön sagen will. Sie lässt aber auch nicht unerwähnt, dass die stolze Spendensumme sich in Zeiten gestiegener Energiepreise leider in gewissem Sinne auch relativiert. Sie erklärt: Konnte bis vor zwei Jahren mit den Einnahmen des Spendenlaufs das Hospiz (rechnerisch) einen Monat lang betrieben werden – der Verein hat fünf Prozent der Kosten des Hauses zu tragen – wird die diesjährige Einnahme wahrscheinlich nur die Jahresdifferenz der immens gestiegenen Energiekosten decken können.

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