Gegenüber der Schule sind nämlich bereits zahlreiche Ukrainer untergebracht. Weitere sollen in einen Teil der Schule einziehen. Natürlich war es sinnvoll, für diese Flüchtlinge gleich zu behalten, was sie benötigten, ihnen quasi eine Erstausstattung aus der Neuhäuser Lieferung zukommen zu lassen. Die restlichen Kartons wurden dann von polnischer Seite zu den freiwilligen Helfern an die Grenze transportiert. Dort, so erfuhren die Besucher aus Deutschland, habe sich die Situation etwas entspannt, weil man sich inzwischen besser strukturiert habe und auch die Zahl der Neuankömmlinge nicht mehr ganz so hoch sei wie am Anfang. Wobei aber der Flüchtlingsstrom weiterhin beständig sei.
Am Folgetag wurden erste Gespräche zwischen Vertretern beider Schulen zur möglichen Neubelebung der Partnerschaft geführt. Erinnerungen an die einstige gute Zusammenarbeit bestärkten beide Seiten im Bemühen um deren Reaktivierung. So sollen noch in diesem Schuljahr erste Schülerbegegnungen stattfinden, die in den Folgejahren fortgesetzt werden. Angedacht ist auch ein gemeinsames MINT-Projekt. Langfristig soll wieder eine Zusammenarbeit über Erasmus+ angestrebt werden.
Mit vielen Ideen für eine künftige Zusammenarbeit und dem guten Gefühl, zumindest einigen Kriegsflüchtlingen und ihren polnischen Helfern mit der Spendenaktion unter die Arme gegriffen zu haben, kamen die Neuhäuser am späten Mittwochabend wieder zu Hause an.