Spenden für Kinder Neue Spielgeräte eingeweiht

Susann Eberlein
Der Spielplatz in Etterwinden erstrahlt in neuem Glanz: Mit finanzieller Unterstützung der Bürger, die insgesamt 3000 Euro gespendet haben, hat die Stadt Bad Salzungen in neue Spielgeräte investiert, die den Jüngsten des Dorfes viel Freude bereiten sollen.                                                                                                                                            Foto: Susann Eberlein

Der Spielplatz auf der Wiese hinter dem Festsaal in Etterwinden lockt Kinder mit neuen Geräten. Bürger haben sich mit Spenden in Höhe von 3000 Euro an der Finanzierung beteiligt.

Etterwinden - Anton und Clemens Schmidt waren mit die Ersten, die die neuen Geräte auf dem Spielplatz in Etterwinden getestet haben. „Das Drehkarussell macht großen Spaß“, war sich das Brüderpaar aus Eckardtshausen einig. Und es hat sich fest vorgenommen: Immer, wenn der Sechs- und Zwölfjährige die Oma in Etterwinden besuchen, wollen sie einen kurzen Abstecher zum Spielplatz machen.

Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben auf der Wiese hinter dem Festsaal neue Spielgeräte aufgestellt. Neben dem Karussell können sich die Kinder nun auf einer Federstahlwippe oder einer Spielkombination mit Hängebrücke, Kriechröhre und Rutsche sowie einem Turmelement austoben. Damit sie möglichst lange haltbar sind und die Instandhaltungskosten so gering wie möglich ausfallen, hat die Stadtverwaltung auf Holz verzichtet und stattdessen auf Metall und hochwertigen Kunststoff gesetzt. „Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht“, sagte der erste Beigeordnete der Kur- und Kreisstadt, Hannes Knott, während der Eröffnung des Spielplatzes am Freitagnachmittag.

Die Erweiterung des Spielplatzes geht auf eine private Initiative zurück. „Bürger sind mit dem Wunsch an mich herangetreten, den Spielplatz aufzuwerten, und haben signalisiert, dass sie dafür Geld geben würden“, so Hannes Knott. Mit diesem Wunsch seien sie in der Stadt auf offene Ohren gestoßen. Um die Kosten (teil-)finanzieren zu können, setzte Hannes Knott ein Rundschreiben an die Bürger auf: „Und ich war begeistert: Die Resonanz war riesig.“ Von den Gesamtkosten über 13 000 Euro konnten 3000 Euro durch Spenden gedeckt werden. „Das bedeutet, dass fast jeder vierte Euro durch bürgerschaftliches Engagement finanziert wurde. Die Dorfgemeinschaft und der öffentliche Geldgeber haben hier Hand in Hand gearbeitet“, betonte der Stadtvertreter.

Der Wunsch nach neuen Spielgeräten sei durchaus gerechtfertigt: „Der Bedarf ist nicht nur ein gefühlter, sondern real.“ Laut Aussage des Beigeordneten leben derzeit 590 Einwohner in Etterwinden. Trotz sinkender Einwohnerzahl sei die Zahl des Nachwuchses stabil. „Unter den 590 Einwohnern sind 52 Kinder im Alter von null bis zehn Jahren und allein 24 Kinder im Alter von null bis drei Jahren. Und in diesem Jahr wird noch ein weiteres Kind erwartet. Wir haben also nicht umsonst gebaut“, freute sich Hannes Knott.

 

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