20. August 2016: Das ist ein Datum, das Thomas Röhler nie vergessen wird. An diesem Tag gelang dem Speerwerfer aus Jena etwas, von dem andere Sportlerinnen und Sportler vergebens träumen – ein Olympiasieg. Die Weite von 90,30 Metern bescherte dem Thüringer die Goldmedaille. Weder der Kenianer Julius Yego (88,24) noch Keshorn Walcott aus Trinidad und Tobago (85,38) oder Röhlers deutscher Teamkollege Johannes Vetter (85,32) konnten mithalten.Die Sommerspiele in Rio de Janeiro fanden genau in der Zeitspanne statt, in der sich Modellathlet Röhler auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere befand. Knapp ein Jahr später warf er seinen persönlichen Bestwert (93,30) und stellte einen deutschen Rekord auf. Danach wurde es spürbar ruhiger um den Saalestädter, der sich und die Sport-Welt stets reflektiert betrachtet.Schlagzeilen schrieb er noch einmal, als er 2018 in das Sportlergremium des Leichtathletik-Weltverbandes und vier Jahre später in die Athletenkommission des Europa-Verbandes gewählt wurde. Sportlich zeigte die Tendenz jedoch abwärts. Bei der WM 2019 in der katarischen Hauptstadt Doha überstand er die Qualifikation nicht. In der Folgezeit, die privat durch die Geburt seines Sohnes Theodor geprägt wurde, hatte er immer wieder mit hartnäckigen Rückenproblemen zu kämpfen. Aus diesem Grund verpasste er auch die wegen Corona um ein Jahr auf 2021 verschobenen Sommerspiele in Tokio.
Speerwerfer Thomas Röhler Von Jena nach Los Angeles
Ulrich Klemm 01.08.2025 - 07:37 Uhr