SPD Schmalkalden Zwischen Dialog und Gegenwind

Mit einem Infostand auf dem Schmalkalder Altmarkt suchte die SPD am Tag der Arbeit das direkte Gespräch mit den Bürgern. Was sie so erlebte.

SPD Schmalkalden zeigte am 1. Mai auf dem Altmarkt Schmalkalden Präsenz. Foto: privat

Am 1. Mai zeigte die SPD Schmalkalden & Umgebung mit einem Infostand auf dem Altmarkt Präsenz. „Wir haben viele offene, freundliche und inhaltlich starke Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern geführt“, sagt Michael Lang, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes.

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In den Gesprächen sei es vor allem darum gegangen, ansprechbar zu sein und den direkten Austausch zu fördern. „Wir wollten bewusst präsent sein, ohne die Menschen aktiv anzusprechen, da viele Besucherinnen und Besucher vor allem wegen der Oldtimertreffens in die Innenstadt gekommen sind.“ Aber wer Interesse hatte, sei schnell mit uns ins Gespräch gekommen, so Lang. Neben ihm beteiligten sich auch junge Leute an der Aktion sowie langjährige Kommunalpolitiker wie Horst Schäfer und Peter Trabert.

Zuhören und ansprechbar sein

Inhaltlich standen klassische sozialpolitische Themen im Mittelpunkt. Gute Arbeit, faire Löhne, soziale Sicherheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt seien nach wie vor zentrale Anliegen vieler Menschen. Der Austausch hätte gezeigt, dass Bürgerinnen und Bürger konkrete Erwartungen an die Politik haben – insbesondere mit Blick auf steigende Lebenshaltungskosten und die Frage, wie politische Entscheidungen vor Ort spürbar verbessert werden können, fasst Lang zusammen. „Für uns war der Vormittag ein voller Erfolg. Wir haben ehrliches Interesse, viel Zuspruch und zahlreiche gute Gespräche erlebt. Genau das ist unser Anspruch: zuhören, ansprechbar sein und Politik nicht nur aus der Distanz betreiben, sondern mitten in Schmalkalden im direkten Austausch mit den Menschen.“

Gleichzeitig berichtete Lang aber auch von Herausforderungen, insbesondere im digitalen Raum. Über soziale Netzwerke wie Instagram und TikTok erreiche man zwar viele Menschen, sehe sich dort jedoch auch zunehmend mit Hasskommentaren konfrontiert. Auch bei früheren Infoständen, etwa vor dem Schmalkalder Kaufland, habe es vereinzelt heftige Anfeindungen gegeben.

Trotz dieser Erfahrungen zeigt sich der SPD-Stadtverband entschlossen, den Dialog fortzusetzen. „Man muss optimistisch bleiben“, betont Lang. Auch wenn nicht alle politischen Entscheidungen auf Bundesebene auf Zustimmung stoßen – selbst innerhalb der Partei –, sei es wichtig, vor Ort präsent zu sein.

Im Anschluss an den Infostand beteiligte sich der SPD-Stadtverband an der Aktion des Bündnisses für Demokratie „Schmalle für Alle“ auf dem Neumarkt. „Für uns passt das sehr gut zusammen: soziale Fragen ernst nehmen, mit den Menschen im Gespräch bleiben und zugleich ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Offenheit und Zusammenhalt in Schmalkalden setzen.“