Suhl - Die aktive Arbeit des Behinderten-, Senioren- und des Selbsthilfebeirats ist seit vielen Jahren ein Aushängeschild der Stadt. Bei vielen Entscheidungen werden die Beiräte gehört, vieles schieben die Vorsitzenden und Mitglieder in der Stadt selbst mit an, anderes bringen sie mit auf den Weg. Doch die Einschränkungen der Corona-Pandemie haben auch in den Beiräten ihre Spuren hinterlassen. „Ganz besonders sind die Sportgruppen betroffen. Da geht so gut wie gar nichts mehr“, schildert Thomas Bender, Vorsitzender des Selbsthilfebeirats vor dem Hauptausschuss die monatelange Situation, die sich nun zu wiederholen scheint. Darüber hinaus wurden die Räume des Sozialen Zentrums bis Mitte des Jahres vom Gesundheitsamt genutzt und waren somit nicht für die Gruppenarbeit zugänglich. „Die Gruppen waren während dieser Zeit weitgehend auf sich allein gestellt, die Kontaktbeschränkungen erschwerten die Arbeit zusätzlich“, sagt Bender. Mit Telefon und Videokonferenzen hielten Mitglieder, so gut es ging, Kontakt. Unterstützt wurden die Gruppen dabei von Julia Schmatloch. Die Leiterin des Sozial- und Gleichstellungsbüros war allerdings zeitweilig ins Gesundheitsamt abgeordnet und konnte deshalb nicht in gewohntem Umfang für ihre eigentlichen Aufgaben zur Verfügung stehen. Das war an der Betreuung der Selbsthilfegruppen deutlich spürbar, meint Bender. „Ich bitte deshalb den Oberbürgermeister darum, Frau Schmatloch nicht wieder abzuordnen. Sie hält mit viel Engagement die Selbsthilfearbeit in dieser so schweren Zeit in Suhl am Laufen“, sagte er. Knapp konnte das indes nicht versprechen: „Die Pandemiebekämpfung hat oberste Priorität. Da bitte ich um Verständnis.“