„Universitätsforschung, angewandte Forschung und die Anwendung in der Praxis sind die drei Dinge, die zusammengehören und für ein Vorankommen wichtig sind“, betont Mark Jentzsch, der als Professor der Bauhaus-Uni Weimar, das Sonneberger Wasserstoff-Projekt von wissenschaftlicher Seite begleitet. Dem kann Wolfgang Tiefensee voll und ganz zustimmen. Nachdem er das alles gehört hatte, ist er sich sicher, dass sich Sonneberg zu einem Hotspot beim Wasserstoff entwickeln könnte. „Hoher Respekt, was sie bisher schon alles geschafft haben und das in einer atemberaubenden Geschwindigkeit“, sagt er und hofft, dass man nun auch weitere Investoren findet. „Wasserstoff wird eine zentrale Rolle im Energiesystem der Zukunft spielen“, ist sich Wolfgang Tiefensee sicher. Bis dahin seien allerdings noch erhebliche wissenschaftliche und technologische Vorarbeiten zu leisten – insbesondere um die Erzeugung und den Einsatz von Wasserstoff wirtschaftlich zu machen. „Mit dem Institut wollen wir die derzeit noch bestehende Lücke zwischen Erforschung und Anwendung der Wasserstofftechnologien schließen“, so der Minister. Allerdings sieht er ganz persönlich in „seiner gläsernen Kugel“ für die Zukunft, dass sich Deutschland wohl nicht für die Herstellung von Wasserstoff qualifizieren wird. „Das sehe ich eher andere Länder“, meint er, denkt aber, dass man beim Transport, der Speicherung und der Anwendung auf jeden Fall mitspielen wird. „Bleiben sie dran und vor allem seien sie schnell“, bittet er alle Beteiligten und verspricht, dass sein Ministerium soweit es möglich ist oder „solange das Geld reicht“ unterstützen wird.