Sonneberger Tafel Suche nach Auto geht weiter

Sylvia Möller, operative Leiterin der Sonneberger Tafel, und Markus Sauer, Leiter des Marktkaufs haben mit der jüngsten Aktion Einkaufstüten von den Sonneberger Kunden spenden lassen.Sylvia Möller, operative Leiterin der Sonneberger Tafel, und Markus Sauer, Leiter des Marktkaufs haben mit der jüngsten Aktion Einkaufstüten von den Sonneberger Kunden spenden lassen. Foto: privat/

Die Tafel rettet im Landkreis Sonneberg Lebensmittel und verteilt sie an bedürftige Menschen. Doch der Kühltransporter der Tafel hat mittlerweile viele Jahre auf dem Buckel. Es müsste dringend ein neuer her.

Sonneberg - Groß ist die Freude in der Sonneberger Tafel. „Fast 80 Spendentüten sind bei der diesjährigen Edeka-Tüten-Aktion im Marktkauf Sonneberg für uns zusammengekommen“, freut sich Sylvia Möller, operative Leiterin der Einrichtung des Diakoniewerkes Sonneberg-Hildburghausen/Eisfeld. Unter dem Motto „Ganz einfach Gutes tun“ hat der Einzelhandelsriese zwei Wochen lang für die Tafeln gesammelt und dafür im Vorfeld schon Tüten gepackt.

In Abstimmung mit dem Bundesverband der Tafeln wurden auch im Marktkauf Sonneberg, der zur Edeka-Gruppe gehört, zwei verschiedene Ausführungen zusammengestellt: In der Lebensmitteltüte befand sich Haltbares wie Nudeln, Zucker, Mehl, Salz, Reis und vieles mehr. Die Drogerietüte enthielt Artikel für die tägliche Hygiene wie Shampoo, Duschgel, Zahncreme, Zahnbürsten, Seife, Taschentücher und – gerade in Pandemiezeiten wichtig – Desinfektionsmittel.

Zwei Wochen lang konnten die Sonneberger eine der fertig gepackten Tüten für fünf Euro kaufen und an der Sammelstelle abgeben, die nun von den ehrenamtlichen Helfern der Tafel Sonneberg abgeholt und an jeden Inhaber eines Tafel-Ausweises verteilt wurden.

Die Sonneberger Tafel braucht dringend ein neues Kühlauto, um die Lebensmittelspenden weiterhin gewährleisten zu können. Inzwischen hat das Kühlauto mehr als 210 000 Kilometer auf dem Tacho. Im Dezember stünde für den alten Benz der TÜV an, und man bezweifelt, dass der Transporter diesen überstehen würde. Die Prüfung stellt aber nicht die einzige Hürde dar. Darüber hinaus wären noch etliche Reparaturen am Fahrzeug zu verrichten. Deren Kosten würden jeglichen finanziellen Rahmen der nur aus Spenden finanzierten Einrichtung sprengen, schildern die Helfer.

Dabei ist gerade der Kühltransporter ein wichtiges Hilfsmittel der Tafel, auf das immer Verlass sein muss: „Unser Auto ist die Grundlage unserer Arbeit“, erklärt Sylvia Möller mit Nachdruck: „Kein Auto – keine Tafel!“ Allerdings müsse man sich zukünftig gar nicht mehr in dieser Größendimension bewegen. „Wir sind auch mit einer Nummer kleiner zufrieden“, erklärt Oberlinds Pfarrer Helmut Reich. Er fuhr Anfang des Jahres ebenfalls aushilfsweise die Discounter-Stationen zwischen Sonneberg und Neuhaus am Rennweg ab, da er einen entsprechenden Führerschein besitzt.

Wer die Tafel unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun: VR Bank Coburg, IBAN: DE44 7836 0000 0000 3203 90, BIC: GENODEF1COS.

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