Mit dem Oberlinder Ortsjubiläum rückte die Oberlinder Heimatgeschichte des 20. Jahrhunderts in den Fokus. Auch Oberlind als Kunstmotiv war dabei ein Thema. Kunstmaler und Hobbymaler faszinierte der alte Ort mit seiner Wehrkirche, der Sandsteinbrücke, den alten Gebäuden. „Wir wollen Bilder beziehungsweise deren Fotos sammeln, um das zu dokumentieren“, hat sich der Oberlinder Ortsbürgermeister Ralph Wöhner überlegt. Ein Gemälde aus dem Nachlass der Oberlinder Drogeriebesitzerin weckte jüngst den Forschergeist. Die Oberlinder Kirche im Hintergrund, im Vorderbrund ein Feld, Garten und Obstbäume. Ein Sommertag, gekonnt in Szene gesetzt. Signiert mit H. Tellesch 1946. Offensichtlich ein begabter Maler. Doch wer war H. Tellesch? Im Meldeverzeichnis von Oberlind findet ihn Heike Büttner vom Stadtarchiv Sonneberg im Jahr 1946. Auch im Sonneberger Adressbuch von 1948 ist er verzeichnet. Er wohnte damals in der Coburger Allee. Dann verliert sich seine Spur. Vor Jahren wäre die Forschung hier zu Ende gewesen.