Sonneberg. Die Bauakten des Standorts „Haus der Dame“ im Stadtarchiv erzählen eine bewegte Geschichte und führen in die Extreme des vergangenen Jahrhunderts. Die Bebauung – damals noch ziemlich am Rand der Stadt gelegen – begann ziemlich bescheiden. Braumeister Emil Langbein erbaute dort ein zweistöckiges Wohnhaus, im Erdgeschoss massiv, im Obergeschoss als Fachwerk. Dieses übernahm Schreinermeister Bernhard Liebermann, der 1892 das Gebäude um einen Werkstattanbau erweitern ließ. Als Mieter von Geschäftsräumen zog 1897 Kaufmann Carl Rosenthal dort ein, der sein Geschäft in der Breiten Straße 9 dorthin verlegte.