Sonneberg Prolog für die Jazztage

Fred Ulbricht

Am kommenden Sonntag, 21. September, ist die Pianistin Julia Perminova um 19 Uhr in der Musikschule Sonneberg zu erleben.

Die Pianistin Julia Perminova tritt am Sonntag im Saal der Musikschule auf. Foto: Dasha Mikhnova

Nach sechs Jahren Pause reaktivieren die Sonneberger Jazzfreunde wieder das Prologkonzert im Saal der Musikschule. Pünktlich zum Herbstanfang und mit genügend zeitlichem Abstand zum Hauptevent wollen die Veranstalter damit Appetit machen auf das große Festival im November. Aus diesem Grund haben sie sich für den kommenden Sonntag, 21. September, um 19 Uhr eine ganz besondere Künstlerin eingeladen: Die Wahlfranzösin Julia Perminova. Die in Sibirien geborene Pianistin ist eine Brückenbauerin zwischen den Kulturen und nutzt ihr Klavier als Medium, um über die Schönheit und die Herausforderungen ihrer Herkunftsregion zu reflektieren – dort, wo die nahezu unberührte Wildnis auf eisige Kälte trifft.

Nach der Werbung weiterlesen

Inspiriert von Künstlern wie Duke Ellington, Thelonious Monk und Sergei Rachmaninov, überschreitet Julia Perminova Grenzen und Genres. Ihre Musik, so der Pianisten-Kollege Aaron Parks, ist „fantasievoll, farbenreich und poetisch“ und spiegelt die reichen Traditionen ihrer Einflüsse wider.

Europäische Bühnen erobert

Schon während des Studiums an der Gnessin-Musikakademie in Moskau gewann Julia mehrere internationale Wettbewerbe. Nach Abschluss ihres Studiums mit Auszeichnung im Jahr 2017 siedelte sie 2018 nach Europa über und schloss 2021 ihr European-Jazz-Master-Programm (EuJam) am Jazz-Institut Berlin in Deutschland mit Erfolg ab. Seither eroberte Julia Perminova die europäischen Bühnen und trat an der Seite von Stars wie der NDR Big Band, Miguel Zenón, Lionel Loueke und vielen anderen auf.

Derzeit lebt Julia in Paris und entwickelt sich als Komponistin und Interpretin weiter, die Eleganz der klassischen Form mit der Unberechenbarkeit der Jazzimprovisation verbindend. Ob sie für ihre verschiedenen Projekte komponiert, sich mit elektronischen Texturen beschäftigt oder für Sinfonieorchester schreibt: Sie bleibt dem Erzählen von Geschichten durch ihre Musik verpflichtet.

Julia nimmt aktiv an verschiedenen internationalen Musikprojekten teil und leitet ihr eigenes Trio. 2018 nahm sie ihr erstes Album „Revival“ (noch in Moskau) auf. Die nächste Scheibe „Imagination“ erschien 2021 und wurde in Amsterdam produziert. Schon im Folgejahr brachte sie das zweite Soloalbum „Way To My Star“ heraus und 2023 veröffentlichte Julia ihr aktuelles Werk „Freedom“, das sie mit talentierten jungen Musikern aus Deutschland, Portugal und der Ukraine eingespielt hat.

Noch gibt es Tickets für das Konzert am Sonntagabend. Da die Platzkapazität im Saal der Musikschule aber begrenzt ist, legen die Sonneberger Jazzfreunde allen Interessenten ans Herz, sich rechtzeitig um Karten zu kümmern.

Tickets unter: www.son-jazz.de/tickets.html