Sonneberg Porträt eines Himmelskörper

Für Montag lädt das Astronomiemuseum der Sternwarte zum Vortrag ein. Ein Spezialist vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt erläutert Meteoritenfunde.

Ein Bild von einem Stein: Ein Nickel-Eisen-Meteorit, gefunden in Issigau. Foto: Astromuseum

Am 30. Juni steht in der Sternwarte ein besonders spektakuläres Naturphänomen im Mittelpunkt: Meteorite – Gesteins- und Metallbrocken aus dem Weltall, die auf der Erde einschlagen. Der Vortrag „Wenn es Feuer und Metall vom Himmel regnet“ wird gehalten von Dieter Heinlein, dem Meteoritenspezialisten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

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Seit über 45 Jahren sammelt und untersucht Heinlein Meteorite und gilt heute als einer der erfahrensten Gutachter auf diesem Gebiet. Im Rahmen eines umfangreichen DLR-Projekts sichtete er über 6000 mutmaßliche Meteoritenfunde, die ihm aus ganz Deutschland zugesandt wurden.

Nur fünf davon waren echt – darunter drei Stein-Meteorite und zwei äußerst seltene Metall-Meteorite, die erst im vergangenen Jahr identifiziert werden konnten.

Im Zentrum des Vortrags stehen diese beiden Nickel-Eisen-Meteorite, die in Issigau (Oberfranken) und Wedel (Schleswig-Holstein) gefunden wurden. Der Fund von Issigau ist dabei besonders bemerkenswert: Mit einem Gewicht von über 136 Kilogramm ist er der bislang größte entdeckte Meteorit Deutschlands. Das Astronomiemuseum zeigte diesen sensationellen Fund bereits in einer viel beachteten Ausstellung, erinnert Einrichtungsleiter Thomas Müller.

Dieter Heinlein schildert anschaulich die spannenden Fundumstände, erklärt die aufwendigen Untersuchungs- und Klassifizierungsverfahren und gibt einen einzigartigen Einblick in die Welt echter Meteorite – zwischen Wissenschaft, Zufall und Faszination.

Der Vortrag findet anlässlich des „Asteroid Day“ 2025 statt, der weltweit auf die Bedeutung und Erforschung erdnaher Objekte aufmerksam macht. Die Veranstaltung am 30. Juni beginnt um 19 Uhr.

Der Eintritt kostet für Erwachsene sechs Euro und für Schüler sowie Studenten 4,50 Euro. Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg, Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, 13 bis 17 Uhr, Rufnummer (03675) 81218. Sternwartestraße 32 in Sonneberg-Neufang. https://astronomiemuseum.de