Steinach - Das gallische Dorf? Kennt jeder. Doch in der Liga der originellsten Mini-Kommunen legt mittlerweile ein Kandidat aus Thüringen in Sachen Bekanntheit einen ordentlichen Aufhol-Galopp hin.

Vor zwei Jahren machte Holger Greiner von der Ankerla-Brauereigaststätte mit der Idee vom "Schlafen im Fass" auf sich aufmerksam. Vier Bottiche - eine Sauna, eine mit Duschkabine und zwei Übernachtungs-Fässer - machten den Anfang. Die speziell von einem Hersteller im niedersächsischen Einbeck gefertigten Domizile haben längst Kultstatus erreicht.

"Aus ganz Deutschland gibt es Buchungen", sagt Greiner. Diesen Donnerstag wird sogar eine Reisegruppe aus den USA im Steinbächlein einchecken.

Weil das Angebot so gut ankommt, investierte Greiner erneut und bestellte ein fünftes Fass mit wiederum zwei Schlafplätzen. Am Freitagvormittag hoben es Mitarbeiter der Zimmerei Mahr per Kran an seinen Bestimmungsort.

Ob dies nun der letzte Kraftakt ist? Von wegen. Greiner trägt sich schon mit dem Gedanken an ein sechstes und siebtes Exemplar. "Platz genug ist da - und schließlich soll so ein Dorf ja wachsen." Auf Komfort muss rund um den Gasthof übrigens niemand verzichten. Zuletzt wurden bei der Dehoga-Klassifizierung die drei Sterne um weitere drei Jahre verlängert. anb