Sonneberg/Effelder/Schalkau - "Wir sind mitten im Weizen - und das vier Wochen früher als vergangenes Jahr", sagt Martina Räppold, Vorsitzende der Agrargenossenschaft Effelder, als Freies Wort sie nach dem Stand der Ernte befragt. Über 100 Hektar dieser Getreideart haben die Effelder Landwirte auf ihren Feldern stehen. Die derzeitige Hitze bietet ideale Erntebedingungen. Und diejenigen, die den Weizen dreschen, können es - dank der Klimaanlage im Drescher - auf dessen Bock durchaus zehn bis zwölf Stunden lang aushalten. Zwar sind durch die Superhitze die Weizenkörner etwas kleiner geraten als sonst und der für die Strohgewinnung wichtige Pflanzenteil ist nicht so hoch gewachsen wie sonst, aber der Eiweiß-Gehalt des Getreides stimmt, ist mit 14 Prozent sogar sehr gut. Bei Raps schwanken die Dezitonnen-Erträge pro Hektar zwischen zehn und 30. Im vergangenen Jahr waren es bei den Effelder Bauern durchschnittlich 20 bis 25 Doppelzentner (Dezitonnen) pro Hektar gewesen. "Da sind 30 schon sehr gut für unsere Höhenlagen. Man muss bedenken, dass im Sonneberger Unterland beim Raps hingegen durchaus 45 Dezitonnen möglich sind", so Räppold.
Sonneberg/Neuhaus Große Hitze hat für Ernte zwiespältige Auswirkung
Von Stefan Löffler 12.08.2015 - 00:00 Uhr