Sonneberg/Steinach/Theuern - Sie zeigt sich ziemlich erregt dieser Tage. Gudrun Münnich, Präsidentin des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Thüringen, ärgert sich über die Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Michaela Rosenberger. Diese hatte kürzlich erklärt, einen gesetzlichen Mindestlohn auf jeden Fall befürworten zu wollen - auch wenn dadurch Jobs verloren gingen. Der Zeitung Die Welt erklärte Rosenberger, sie sei "nicht dazu da, den Arbeitgebern deren Geschäftsmodell zu entwerfen, sondern dazu, dass die Menschen, die arbeiten, am Ende des Monates ihre Miete zahlen können." Laut Koalitionsvertrag soll ab 2015 ein gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro in Kraft treten, was die NGG-Chefin als "überfälligen Haltepunkt nach unten" erkennt und sogar noch weiter geht: "Im zweiten Schritt muss er zügig nach oben hin angepasst werden."