Föritz – Am Samstag veranstaltete das Motorradsport-Team „Jakobi“ aus Sonneberg und Gotha ein kostenloses „Schnupper-Fahren“ für Jugendliche. Im Föritzer Gewerbegebiet durften Interessierte auf Maschinen des Teams einige Testrunden drehen. Ziel der Veranstalter Ronny Züllich und Ralf Zitzmann, Fahrschullehrer und Ideengeber für das Ganze, war es, neuen Nachwuchs für die Szene zu finden. „Wir wollten den Führerschein-Einsteigern einmal die Möglichkeit geben, ihren Geschwindigkeitsrausch auf eine andere Art und Weise auszuleben. So kam die Idee, den jungen Wilden nach ihrer Fahrprüfung und ihrem Neueinstieg in den Straßenverkehr eine Fahrstunde der Extraklasse anzubieten und ihnen begreiflich zu machen, dass es wirklich nicht nötig ist, im Straßenverkehr ihren Geschwindigkeitsrausch auszuleben.“, sagt Züllich.

Er ist Team-Manager und amtierender Thüringer Vize-Meister. Zusammen mit Markus Wächter und Chefmechaniker Andreas Wyrwich demonstrierte er, dass es im Motorsport um mehr geht als nur darum Gas zu geben. So zeigten sie mit ihren Motocrossmaschinen, dass jede Menge Kondition und eine gute psychische Verfassung dazu gehören. Züllich: „Damit kann auch Eltern klar gemacht werden, dass der Motocross- und Endurosport, vernünftig betrieben, etwas ist, dass Jugendliche begeistern und zu einem sicheren Beherrschen ihrer Maschinen bringen kann. Was wesentlich besser ist, als wenn diese bei unkontrollierten und illegalen Rennen eventuell schweren Schaden nehmen.“ Wer Interesse hat, dem Team beizutreten, kann sich an Züllich oder Zitzmann wenden. Andreas Wyrwich sagt: „Unsere Fahrer werden von uns natürlich auch unterstützt. Sie nehmen aktiv an Rennserien teil und haben dort auch schon Preise gewonnen. Nick Engel und Tommy Mäder sind beispielsweise bei uns im Team und fahren aktiv Rennserien. Tommy ist bereits einer unserer erfolgreichen Nachwuchsfahrer. Er fährt dieses Jahr seine erste Saison aktiv und ist in der DMV Thüringen Meisterschaft Enduro in der Jugendwertung bis 18 Jahren auf Platz 3.“ Finanziert wird der gesamte Rennstall aus privater Hand „Bei manchen Fahrern zahlen die Eltern mit, andere zahlen für sich selbst. Aber wir versuchen auf jeden Fall, die Teammitglieder, wo es nur geht, zu unterstützen“, so Ronny Züllich. Eine Wiederholung der Veranstaltung soll es auch geben. Wann genau, steht jedoch noch nicht fest. dss