Sonneberg-Oberlind - Obwohl 2009 eines der beiden Jahre seit 1992 war, in dem der Modelleisenbahnhersteller Piko kein Umsatz-Plus verzeichnen konnte, zeigte sich Geschäftsführer René Wilfer bei seinem gestrigen öffentlichen Rück- und Ausblick auf die Unternehmensentwicklung dennoch zufrieden. Der Tenor: In einer solchen Krisenzeit hätte es schlimmer kommen können. Aber laut Piko-Inlandsvertriebsleiter Jens Beyer habe man gerade, was das Inland-Geschäft betrifft, "von der Krise nichts gemerkt". Im Gegenteil: Dieses sei 2009 sehr erfolgreich gewesen. Im Fachhandel konnte die Piko Spielwaren GmbH, die unter den Modellbahnanbietern Europas - hinsichtlich des Umsatzes - zurzeit den vierten Platz einnimmt, 20 Prozent mehr umsetzen. Auch im Bereich Gartenbahn habe man sehr gut dagestanden. Das sei, laut Wilfer, dem Fakt geschuldet, dass man hier nun auch in den rollenden Bereich einstieg. Produzierte Piko bisher Gebäudemodelle für Gartenbahnanlagen, so bietet man nun auch Loks und Wägen für diese Sparte an. Sie verkörperte 2009 den Hauptwachstumsmotor im Deutschland-Geschäft. Wilfer fügte hinzu: "Aber auch im H0-Segment wurden durch Tausende von verkauften Start-Sets wieder viele neue Kunden für das faszinierende Hobby Modellbahn gewonnen."