Sonneberg - "Repressalien in dem Sinne habe ich persönlich in der DDR nicht erlebt", empfindet es Wolfgang Strößenreuther. Der Sonneberger blickt mit seinen heute 76 Jahren und einigem Abstand auf jene geschichtsträchtigen Tage vor dem Fall der Mauer, blättert versonnen in seinen Stasi-Akten. Schikaniert habe er sich schon zuweilen gefühlt. Es seien die Ungerechtigkeiten gewesen, die ständige Beobachtung und die fehlende Meinungsfreiheit, die ihn damals bewegt haben, für mehr Freiheit und eine bessere DDR einzutreten.